Liebethaler Grund Sachsen (1846/​2005)

Wo der Lohengrin entstand…”

Der “Lohengrin” ist das dritte Werk des Kanons der 10 Werke Richard Wagners (ausge­schlossen der drei Frühwerke).

Es ist das erste Werk, was keiner Veränderung mehr unter­zogen wurde. Die Werke davor, begin­nend beim “Rienzi”, “Fliegender Holländer” und vor allem der “Tannhäuser” haben zahl­reiche, oft einschnei­dende Veränderungen über sich ergehen lassen müssen.
Bei der Bedeutungs-​Staffelung für das Gesamtwerk und der konti­nu­ier­li­chen Weiterentwicklung inner­halb des Gesamtwerkes, nimmt der “Lohengrin” den Platz des ersten durch­kom­po­nierten Gesamtkunstwerkes Richard Wagners ein, wodurch der Schöpfer sein Klangideal gefunden hatte.
Die klas­si­sche Ouvertüre wird aufge­geben und bei allen folgenden Werken durch das naht­lose Vorspiel ersetzt, was in die erste Scene (!) des
Actes einführt.

Mit dem “Lohengrin” ist ein weiterer Schritt zur Verwirklichung der drama­ti­schen Idee und der Abkehr von der “Nummern-​Oper” voll­zogen.

 

…Rückzug-​Stätten

Große Schöpfer suchen immer den “Rückzug” an Stätten, wo sie die Ruhe finden, ihre Werke weiter auszu­führen oder zu voll­enden.
Genauso Wagner, der mit dem “Lohengrin”-Text im Gepäck am 15. Mai 1846 die Ruhe der Natur sucht, und hierfür für drei Monate (Mai bis Mitte Aug. 1846) das dama­lige Schäfersche Gut in Graupa auswählt, auf halben Wege zwischen Dresden-​Pillnitz und Pirna östlich von Dresden, wo er zu diesem Zeitpunkt die ihm bereits über­drüs­sige Stelle des königlich-​sächsischen Kapell-​Meisters der Dresdener Hof-​Oper bekleidet.

Schäfersche Gut in Graupa

 “Zu meiner Erholung von allen über­stan­denen Mühseligkeiten und Bekümmerungen hatte ich mir nun als höchste Gunstbezeugung von meiner Direktion einen drei­mo­na­tigen Urlaub ausge­wirkt, um in länd­li­cher Zurückgezogenheit sowohl mich erholen als reinen Atem zum Beginn einer neuen Arbeit schöpfen zu können.
Ich hatte hierzu ein Bauernhaus auf dem halben Wege zwischen Pillnitz und dem Eintritt in die Sächsische Schweiz gele­genen Dorfe Groß-​Graupa ausge­sucht…” (Richard Wagner “Mein Leben”)

Im Garten des Lohengrin-​Hauses Graupa


…Farben hören

Ohne in eine diffe­ren­zierte Analyse der “Lohengrin”- Komposition einzu­tau­chen, gibt es zwei Besonderheiten (event. auch Neuerungen) im
Lohengrin” heraus­zu­heben.
Wagner setzt als einer der ersten die Klänge der Musik einer Farb-​Scala (Newton-Goethe) gleich.

Partitur Lohengrin im Lohengrinhaus Graupa

Der Komponist erschloss sich der kolo­ris­ti­schen Dimensionen der Musik und der Instrumentierung.
Die acht­fache Teilung der Violinen sugge­rieren durch ihr uner­hörtes Ausdrucksmittel eine Sinnlichkeit der Farbgebung.

…dem verzückten Blicke höchster, über­ir­di­scher Liebessehnsucht scheint im Beginne sich der klarste, blaue Himmelsäther zu einer wunder­vollen, kaum wahr­nehm­baren und doch das Gesicht zauber­haft einneh­menden Erscheinung zu verdichten.”
(Richard Wagner – Lohengrin-​Vorspiel, Zürich 1853)

Wiederum ein Zeichen, dass Schöpfer mehr sehen (oder hören), als andere und die Sphären der Tonkunst und der Farbenkunst vereinen und somit eine Fusion aller Lebenseindrücke opti­schen und akus­ti­schen Charakters darlegen.

… Chöre im Lohengrin

Des Weiteren ist im “Lohengrin” die Platzierung und Reaktivität des
Chores inter­es­sant.
Der “Lohengrin” gilt als das Werk mit dem größten Choranteil.
Der Chor, also die gebün­delte mensch­liche Stimme, als Urform der Musik, stammt aus einer Zeit, als es noch gar keine Instrumente gab.
Genau wie im “Holländer” und im “Tristan” wird der Chor oftmals wie eine einzelne Sing-​Stimme verwendet und einge­setzt.
Im “Lohengrin” werden große Chorsätze aller­dings vermieden.
Die Eigenständigkeit des Chores wird aufge­hoben, trotzdem ist der Chor fast ständig präsent.
Als aktiver Partner, der an der Handlung teil­nimmt, ist der Chor im
Lohengrin” aller­dings sehr passiv.
Er ist immer nur zur Reaktion fähig, nicht zur Aktion und ist der Melodik des Orchesters ange­passt, er ordnet sich unter und agiert, wenn er zur Stellungnahme aufge­for­dert wird.
In der Orchestersprache der wagner­schen Komposition nimmt der Chor im “Lohengrin” nicht nur die Rolle einer handelnden Person, sondern einzelner Instrumente ein.
Hierdurch wird der Chor zum mitspie­lenden und mithan­delnden Instrument des Werkes.

Zur beson­dere Bedeutung des Chores in der Griechischen Tragödie äußert sich Fr. Nietzsche in einem seiner frühen Werke :

Diese Überlieferung sagt uns mit voller Entschiedenheit, daß die Tragödie aus tragi­schen Chore entstanden ist und ursprüng­lich nur Chor und nichts als Chor war…” (Nietzsche “Geburt der Tragödie” – 1871)

 

…einfühl­same Möbilierung

…Wagner in Graupa

Im dama­ligen Schäferschen Gut (Lohengrin-​Haus seit 1907) bewohnte Wagner die im Biedermeier einfühlsam möblierten Räume, die stim­mungs­volles Ambiente auszu­strahlen scheinen, die der Schöpfer für Kompositions-​Skizzen brauchte.

…stim­mungs­volles Ambiente im Biedermeier-​Stil

Genauso ergrün­dete der Natur- und Wanderfreund (!) Richard Wagner die Wege der nahen Umgebung, dem Elbe-​Flussbad und vor allem den Lochmühlenweg im Liebethaler Grund, bei denen Wagner in seiner Fantasie aufgeht.
Der Liebethaler Grund wird durch­zogen von einem sturz­ar­tigen Wildbach – der Wesenitz.

Liebethaler Grund – Sächsische Schweiz

Und bei diesen Wanderungen zeigte sich wiederum die schöp­fe­ri­sche Kraft und umset­zende Fantasie großer Geister.
Denn Wagner soll an der dama­ligen Gastronomie “Lochmühle” auf einer Bank gesessen haben und in den Klängen und Rauschen des strö­menden Wassers sich Aufzeichnungen gemacht haben, die er dann in der Komposition verwen­dete.

…auf dieser Bank saß einst… (Traditionelle Postkarte)

Umsetzungen der Klänge des Wildbaches in die Musik-​Skizze und Komposition des “Lohengrin”-Vorspiels zeigt nicht nur eine Synästhesie der Natur durch die Klänge, sondern ein aus der Natur heraus entstan­denes akus­ti­sches Symptom.
Die Naturklänge sind nicht nur kompo­si­to­ri­sche Inspirationsquelle, sondern konkrete Umsetzung.
Genau wie die Umsetzung der Klänge in Farben.
Die Kunst ist eben die Weiterführung der Natur in die Schöpfungen des Menschen.

Sturzbach mit langer Verschlusszeit

Wie auf dem obigen Foto zu sehen ist, saß auch ich im September 2005 bei einer Wanderung im Liebethaler Grund immer auf den Spuren des “Meisters” schon fast im Wildbach und legte meine alte Minolta auf einen Felsen und hielt so das Schauspiel der Natur nicht akus­tisch, sondern optisch fest.
Schon ein leicht gewagtes Unternehmen, aber was habe ich nicht alles schon für Wagner gemacht (?).

Zur Sicherung der Lokalisierung fertigte ich mir vorher einen Plan an, um den von Graupa ca. 5 km weit entfernte Liebethaler Grund zu errei­chen.

Besser mit Plan – …sicher ist sicher

 

 …Wagner-​Monument

Hier begegnet man noch etwas anderem, nämlich dem größten Wagner-Monument der Welt (!).
Wagner-Denkmäler gibt es ja nur sehr wenige, da das Werk Wagner ja selbst ein Denkmal ist.

Der Meister als Gralsritter

Doch hier hat ein Bildhauer (Richard Guhr 1873 –1956) aus Eigenmittel ein Denkmal errichtet, was erst 1912 aus Marmor für den Großen Garten in Dresden entworfen worden war – dieses sollte aller­dings nicht reali­siert werden.

Errichtet aus Eigenmitteln…

Doch dann kam dem Maler und Bildhauer Guhr eine gute Idee, nämlich das Denkmal dort zu plat­zieren, wo Wagner bei seinen Wanderungen Ideen und Anregungen zum “Lohengrin” fand, nämlich direkt in die Sandstein-​Kulisse neben der Wesenitz am Lochmühlen-​Weg,  denn besser hätte es ja nicht plat­ziert werden können.
Somit über­lebte das Denkmal an diesem Orte auch die Wirren des 2. Weltkrieges.

…über­le­bens­groß

Die Bronzefigur ist über 4 Meter hoch und zeigt Wagner über­le­bens­groß als Gralsritter in fallenden Gewand, mit einer Harfe in der linken und der Schale des Heiligen Grals in der rechten Hand.
Umgeben ist der “Meister” von fünf weib­li­chen und männ­li­chen Figuren zu seinen Füßen, die die wich­tigsten Elemente seiner Musik darstellen :
das Sphärische, das Lyrische, das Dämo­nische, das Drama­tisch und das
Diony­sisch.

Sphärisch, lyrisch, dämo­nisch, drama­tisch, diony­sisch

Dieses 12,5 Meter (einschließ­lich Sockel) hohe, 1928 in Bronze gefer­tigte Denkmal  gilt als das größtes, voll erhal­tenes Wagner-Denkmal der Welt – und dies aus Eigenmitteln errichtet.
Es wurde am 21. Mai 1933, dem Vorabend von Wagners  120. Geburtstag, einge­weiht.

Eine Bronzetafel erin­nert an seinen Schöpfer und widmet das Denkmal dem Werke Richard Wagners.

Gewidmet dem Meister…

Unter dem Schutze der Amtshauptmannschaft Pirna wurde hier an der Werdestätte des Lohengrin dem Meister von dank­baren Verehrern das erste Denkmal in Sachsen errichtet mit frei­wil­liger Hilfe der werk­tä­tigen Jugend aus den umlie­genden Gemeinden.”
(Muehlsdorf-​Lochmuehle /​ im Wagnerjahr 1933)

Eine klei­nere Tafel darunter ist dem Schöpfer des Denkmals gewidmet :

Schöpfer des Richard Wagner-​Denkmals
Professor Richard Guhr
geb. am 30. Sept. 1873 in Schwerin
gest. am 27. Okt. 1956 in Höckendorf-​Dresden
Aus eigenen Mitteln erstellt”


…Uraufführung

Die Uraufführung seines “Lohengrin” erlebte der “Meister” aller­dings selber nicht.
Diese fand nämlich einige Jahre später unter der Leitung von Franz Liszt in Weimar am 28. Aug. 1850 statt, in Abwesenheit des im schweizer Exil lebenden Wagners.

Im Mutterland der Oper, in Italien, hatten Wagners Werke es nicht
einfach.

Das erste Werk auf italie­ni­schen Boden war der “Lohengrin” im voll­kommen über­füllten Teatro Communale di Bologna am 1. November 1871, das die höchste jemals einge­spielte Summe in ihrer Kasse zu verzeichnen hatte.

Lohengrin in Bologna (1871)

Verdi soll inko­gnito anwe­send gewesen und nach ein paar Notizen schnell wieder verschwunden sein.
Daraufhin wurde Richard Wagner die Ehrenbürgerschaft der Stadt Bologna über­reicht, der Dankesbrief an den dama­ligen Bürgermeister ist heute im Museo inter­na­zio­nale biblio­teca della musica im Palazzo Sanguinetti  in einer beleuch­teten Schublade unter Panzerglas zu bewun­dern.
Bei meinen mehr­fa­chen Aufenthalten in Bologna und dem Pal. Sanguinetti habe ich den Dankesbrief immer wieder gelesen, da Wagner eine sehr gute Handschrift hatte.
Unter Wagnerianern gilt Bologna als die heilige Stadt des italie­ni­schen Wagnerismus, da von hier der Siegeszug von Wagners Werken durch Italien seinen Anfang nahm.

Wagner kontra Verdi

Nach meinem ersten Aufenthalt in Graupa und einer Wanderung im Liebethaler Grund im September 2005, wurde 4 Wochen später das Lohengrinhaus wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.
Bei einem zweiten Aufenthalt im Mai 2008 war die Ausstellung in einer Schule plat­ziert und das Jagdschloss wurde reno­viert.
Im Jahre 2009 wurde die Renovierung des Lohengrinhauses abge­schlossen und ist wieder der Öffentlichkeit zugäng­lich.
Es stellt einen bedeu­tenden Punkt auf der “Wagner-​Europakarte” dar.

Da hatte ich bei meiner Stations-​Tour im Sept. 2005 aber Glück, dass ich kurz vor der Schließung noch die Räume einbli­cken konnte, wo Teile der Komposition dieses wunder­vollen Werkes entstanden sind.

Ich kann den Geist der Musik
nicht anders fassen als in Liebe”
(Richard Wagner)

 

* eine sehr empfind­same  Darstellung des Liebethaler Grundes zu den
Klängen des Vorspieles des “Lohengrin” auf YouTube.
   (https://www.youtube.com/watch?v=b5xbzR4V-lw&t=8s)

 

Lohengrinhaus und Wagner-​Stätten in Graupa
(http://www.wagnerstaetten.de/)

* weitere Berichte zu Pilgerorte für die Entstehung der Werke Richard Wagners
(http://herrrothwandertwieder.de/villa-rufolo-ravello-18802012/​)
(http://herrrothwandertwieder.de/palazzo-giustiniani-venedig-18582013/)

 

(HerrRothBesucht/​Sonstiges)

 

                                                              Impressum

Villa Rufolo Ravello (1880/​2012)

         “Klingsors Zaubergarten ist gefunden!”

Richard Wagner hat zu (fast) allen seinen Werken eine soge­nannte “Inspirations-​Legende” erfunden, die in den unzäh­ligen Briefen, Tagebuch-​Einträgen und in seiner diktierten Auto-​Biografie fest­ge­halten worden sind.
Der Haken daran ist der,  dass man, wenn man so eine Legende in die Welt gesetzt hat, auch bei der Variante bleiben muss, weil man sonst als Lügner entlarvt wird, bzw. sich selbst entlarvt.
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Palazzo Giustiniani Venedig (1858/​2013)

            “Hier wird der Tristan voll­endet – 
                                  allem Wüthen der Welt zum Trotz…”
                       
      (Richard Wagner an Mathilde Wesendonk, 3. Sept. 1858)

Nach seiner Flucht aus der Schweiz bezieht Richard Wagner am 30. August 1858 den Palazzo Giustiniani  (Giustinian dalle Zogie) auf der linken Kanalseite (von Osten kommend) im ersten “Knie” des Canale Grande in Venedig.

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Beleuchtung ist alles

                        “Wenn einem ein Licht aufgeht”

Jetzt fragt man sich, wie kommen manche Leute dazu, Straßenlaternen zu foto­gra­fieren ?

Tja, foto­gra­fieren kann man natür­lich alles, aber was macht den Reiz aus, eine Straßenlaterne zu foto­gra­fieren ?
Bei Türen kann man das ja noch verstehen, denn eine Tür ist ja ein Ursymbol des Lebens, Ein- und Ausgänge, drin – draußen, Verbindungen von draußen nach drinnen…
Straßenlaternen dienen ja eher der Beleuchtung, damit man im Dunkeln den Weg findet.
Tja, das ist aber nur die ober­fläch­liche Bedeutung… Beleuchtung ist alles weiter­lesen

Musée Louis Vouland Avignon (Okt. 2014)

                                “Kunst und Garten”

Was ja immer wieder auffällt, ist die Fusion von Garten und Kunst, die einem an vielen Orten großer Schöpfungen begegnet.
Ob dies nun der Garten von Paul Cezanne in Aix-​en-​Provence ist, der Jardin Majorelle in Marrakesch, Monets Garten in Giverny, nörd­lich von Paris oder der Garten von Goethes Wohnhaus “Am Frauenplan” in Weimar, wo unser Goethe seinen bota­ni­schen Studie freien Lauf lassen konnte.
(Das Beitragsbild oben zeigt den Garten Goethes in Weimar)

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Verona bei Nacht (Okt. 2017)

Ja, glühend, wie des Südens Hauch,
brennt mir die Flamme in der Brust,
verzehrt mich auch die wilde Glut,
genieß ich doch die heiße Lust.”
(Richard Wagner, “Das Liebesverbot”, 3. Act)

 

                               “Heiß – Feucht – Hart”

Woran denkt man bei diesen drei Worten ?
Da braucht man nicht viel Fantasie zu haben, klingt schon leicht nach einem Porno – und was hat das mit Verona zu tun ?
Einiges, denn Verona ist ja das Zentrum der Lust, bzw. der Liebe.
Was Lust und Liebe bedeutet, zeigen die erek­tiven Werbeplakate in Parfüm-​Geschäften auf der Prunkmeile Via Mazzini.
Wirkt sehr gut, vor allem in Verona

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Wagner in Verona (1876 /​ 2017)

                  “…plötz­lich steht Wagner vor mir”

Die Prunkmeile Veronas, die Via Mazzini ist immer gut für illustre
Begegnungen.
Sie ist mit weißem und rosa­far­benem Marmor gefliest – ich hatte vorher noch keine Gasse in einer italie­ni­schen Stadt gesehen, die mit Marmor belegt ist.
An diesem Oktobertag strömten wie immer die Menschenmassen über den schon stark belas­teten Marmorboden an den über­la­denen Schaufenstern dahin und ich schaute oft ‘gen Himmel, der leicht bedeckt erschien.
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Giardino Giusti Verona (Okt. 2017)

                           “Goethes Garten”

Auf GoethesItalienische Reise” kann man ja bei einem Italienbesuch  sehr gut zurück­greifen.
Goethe hatte auf dem Hinweg aller­dings nur eins im Kopf, nach Rom, nach Rom, nach Rom
Dadurch sind einige andere bedeu­tende Städte ausge­nommen Venedig (28.09.–14.10.1786), auf der Strecke geblieben, wo es sicher auch in dama­liger Zeit einiges zu sehen gab und wofür ein Tag nicht ausreicht.
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Ein Blick sagt mehr als 1000 Worte

                      “Der Blick nach Ost-​Westen”

Es gibt Momente, die lassen sich nicht in Worte fassen und man weiß in dem Moment, dass sie nicht wieder­kehren.
Und dies ist oftmals nur ein Blick, denn ein Blick sagt mehr als 1000 Worte.
Und eine Sekunde kann über den Rest des Lebens entscheiden.
Auch wenn man nicht ins Melancholische abdriftet, kennt jeder den Moment des blanken Entsetzens posi­tiver Art, was jeden vor Staunen stumm werden lässt und in dem Moment weiß man, dass es nicht mehr aus dem Gedächtnis verschwinden wird, bis ans Ende aller Tage…

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Bahia-​Palast Marrakesch (Dez. 2016)

                  “Der Traum von einem eigenem Harem”

Wie man dem obigen Bild entnehmen kann, ging es Frauen in frühen Jahren nicht immer so gut wie heute.
Die Zeit des Harems in der orien­ta­li­schen Welt ist ja zum größten Teil vorbei.
Doch zieht es viele an die Stätten, wo einst die Lust regierte, dies ist nicht unbe­dingt nur das Topkapi-​Serail in Istanbul, was jedem bei diesem Thema einfällt, sondern auch andere Orte früherer Männer-​Herrschaft.
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Rotermanni Kvartal Tallinn (Juni 2017)

                               “Aus Alt wird Neu”

Es gibt gewisse Tricks, wie man aus Alt Neu macht.
Damit meine ich nicht unbe­dingt den Kleidungsstil mancher Menschen oder die Werbung für Kosmetika, sondern die Umwandlung von Schrott in Gold.

Dieses hat man ja im heimi­schen Deutschland auch schon versuchs­weise gestartet, indem man in der Ruhrpott-​Gegend, wo die wahre Kultur ja eher rar gesät ist, aus Schrotthalden “Industrie-​Kultur” gemacht hat.

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