Foto – Story (Teil 4)

                               Geschichte hinter dem Bild

Aix‐​en‐​Provence

Meine Mutter hat mich bei meinen Reiseaktivitäten (finan­ziell) immer unter­stützt.
Komischerweise bin ich in vielen Städten schon auf Orte gestoßen, die den Namen meiner Mutter trugen (oder einen ähnli­chen).
“Parque de Marian Luisa” in Sevilla, Louisenstraße in Dresden, Hotel Louisa in Positano an der Amalfiküste, Luisenpark in Mannheim.
Als ich nun am Muttertag (!) des Jahres 2015 als Vergleich zu einer meiner Lieblingsstädte Avignon nach Aix‐​en‐​Provence reiste, bummelte ich durch die Gassen der durch die Prunkstraße Cours Mirabeau geteilten Altstadt.
Nun war es sogar Muttertag, und siehe da, stand ich vor einer Boutique mit Damenoberbekleidung – Boutique Mademoiselle Louise.
Tja, dachte ich, das Schicksal (oder der Zufall?) zeigt mir doch immer wieder, was ich meiner Mutter zu verdanken habe…

                                 Geschichte hinter dem Bild

Lago Trasimeno – Umbrien

Die Umrundung des Trasimenischen Sees im August 2015 in Mittel‐​Italien brachte bei 30 Grad nicht nur einen persön­liche Rekord in der zweiten Etappe, sondern neben vielen Eindrücken auch qual­mende Socken.
Am Nordufer liegt das soge­nannte Campo de Sole, eine Art Feld‐​Wiese mit obskuren Skulpturen von Künstlern aus den 80er‐​Jahren.
Ideal für einen Stopp, legte ich hier nicht nur die Wanderkarte beiseite, sondern entle­digte mich auch neben den Schuhen, meiner (qual­menden) Socken.
Dann ging es aller­dings nach einer halben Stunde weiter – und zwar mit Socken…

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Perugia – Umbrien

Als ich im Jahre 2014 von Bologna ausge­hend die Adria herunter gewan­dert bin, habe ich eine Nacht im kleinen Adria‐​Städtchen Pesaro Station gemacht.
Pesaro ist die Geburtsstadt Gioachino Rossini, dem italie­ni­schen Komponisten.
Hier besuchte ich auch sein Geburtshaus (Casa Natale Rossini), was heute ein Museum über Rossinis Kunst und Schaffen beher­bergt.
Fast ein Jahr später, weilte ich in Perugia im eher unbe­kannten Umbrien in Mittel‐​Italien.
Ein Plakat zeigte mir, dass Rossinis Geburtshaus gerade neu reno­viert worden war – quasi ein Wink des Schicksals, noch einmal dorthin zu reisen, also sofort auf nach Pesaro

* sh. Foto‐​Story Vorwort


* sh. Fotos
Aix‐​en‐​Provence
* sh. Fotos Lago Trasimeno
* sh. Fotos Perugia


(Story – Foto)

Impressum

Foto – Story (Teil 3)

                                       Geschichte hinter dem Bild

Montagne Sainte‐​​Victoire Provence

Bevor ich den Hausberg von Aix‐​en‐​Provence (Montagne Sainte‐​​Victoire) östlich von Aix erklomm,  wälzte ich daheim erst einmal einiges an Literatur.
In der Literatur fand sich mehr­fach die Erläuterung  “…gut ausge­schil­derte Wanderwege”
.
Die Ausschilderung war überall deut­lich zu erkennen (sh. Foto), nur von den “Wanderwegen” keine Spur…
Der Aufstieg auf den 1.000 Meter hohen Berg von Norden war trotz guter Temperaturen somit anstren­gend, da ich zum größten Teil durch blankes, stark aufstei­gendes Gelände musste.
Vor allem die letzte Passage von einem Kloster (Le Prieuré) zum Bergkreuz (Croix de Provence) forderte schon leicht berg­stei­ge­ri­sches Können.
Aber von oben sieht das alles anders aus.
Als es dann fast im Dunkeln wieder herunter ging, zeigten sich nicht nur die fehlenden Wege, sondern auch, dass es herunter oft mühe­voller ist, als herauf, trotz gut sicht­barer Markierungen, die natür­lich auch herunter gut zu erkennen waren.

 

                                    Geschichte hinter dem Bild

Aix‐​en‐​Provence

Genau wie Avignon die Stadt der Theater ist, so ist Aix‐​en‐​Provence die Stadt der Brunnen. Aix beher­bergt unzäh­lige Brunnen, die beim Bummeln durch die Gassen nicht zu über­sehen sind.
Aix ist die Stadt des Wassers und der Thermen.
Der Prunkmeile Cours Mirabeau wird von drei Brunnen unter­bro­chen –  einzelne der unzäh­ligen Brunnen spru­deln mit warmen Wasser, was bei kalten Temperaturen dampft.
Überall in der Stadt sind kleine und größere Brunnen in viel­fäl­tigen Ausführungen zu finden, die auf die Geschichte der Stadt als wich­tiger Stützpunkt auf der Römerstraße verweisen.

In der heutigen Zeit sind viele eher fürs Auge gedacht, doch einzelne zeigen gute Doppeleffekte und auch prak­ti­sche Nutzung.
Sie sehen nicht nur gut aus, sondern dienen auch bei warmen Temperaturen als Kühlungsort z.B. für Getränke.
Schwer zu erkennen sieht man in dem oben zu sehenden Brunnen zwei Backsteine, die unter der Wasseroberfläche liegen.
Man kann also geschickt eine Flasche oder einen Kübel darauf­stellen, und kann somit das Getränk aix‐​gekühlt genießen.
Eine doppelte Nutzung, die weitere Kosten für die Kühlung der Getränke über­flüssig macht.

 

* sh. Foto‐​Story Vorwort

* sh. Fotos Montagne Sainte‐​Victoire
* sh. Fotos Aix‐​en‐​Provence 

 

(Foto – Story)

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Foto – Story (Teil 2)

                              Die Geschichte hinter dem Bild

Canale delle Moline – Bologna

Von dem ehema­lige Kanalsystem, was im Mittelalter ganz Bologna unter­tun­nelte, ist heute nicht mehr viel zu sehen.
Es gibt nur einzelne wenige Stellen, wo ein Kanal noch  zu sehen ist, zu mindes­tens ansatz­weise.
Hauptsächlich geht es um zwei noch heute an wenigen Stellen zu sehende (und hörende) Kanäle, nämlich den Canale delle Moline und den Canale di Reno.
Bei meinen “Forschungen” im Jahre 2016  hörte ich nach langem Suchen das Rauschen des Kanals, aber mich trennte für ein Foto noch ein Drahtzaun, um zum Objekt zu gelangen.
Nachdem ich mich mehr­fach umge­sehen hatte, ob niemand kam, schob ich den locker sitzenden Drahtzaun ganz dreist an die Seite, schlich hinein und konnte so doch noch ein Fotos eines der  “verschwie­genen” Kanäle aus grauer Vorzeit machen…doch dann den Zaun wieder davor und schnell weg !

 

                             Die Geschichte hinter dem Bild

Marrakesch Medina – Marokko

Vor meinem Marrakesch-Aufenthalt Weihnachten 2016 gab man mir den Tipp, in der Medina von Marrakesch doch einmal einen Barbier aufzu­su­chen, was ich dann auch tat.
Es über­raschte mich ein schon leicht marode ausse­hender enger Raum eines marok­ka­ni­schen Barbiers (sh. Foto). Es wirkte schon fast wie eine kleine Folterkammer, bei den Werkzeugen, die dort wohl geordnet, aufge­bahrt lagen.
Coiffure Raja ließ mich in einem seiner Stühle Platz nehmen.
Nach der Frisur ging es weiter, erst eine Rasur und dann eine leichte Nacken‐​Massage.…
Es erin­nerte schon an alte fran­zö­si­sche Filme aus den 50er‐​Jahre, wenn Alain Delon sich im dama­ligen Paris in einem ähnli­chen Stuhl bei einem Friseur (frz. Coiffure) nieder­ließ und erst einmal vorher seine Gauloises ausdrückte.
Ich drückte Raja noch einen Geldschein in die Hand und stürzte mich wieder in der Trubel der Medina.
Doch jetzt kam das Gute – ich brauchte mich 5 Tage nicht zu rasieren, so glatt war Rajas Rasur.
Wie in frühen Jahren, dachte ich, als es  noch keine elek­tri­schen Rasier‐​Apparate gab und die Männer zum Barbier gingen und auf Dauer gesehen auch noch güns­tiger.
Wäre doch gut, wenn man für einen mini­malen Preis im Heimatlande wieder Barbiere aufsu­chen könnte, dann würde ich mich nicht immer so ärgern, wenn das Scherblatt meines Rasier‐​Apparates kaputt geht.                                                                                                                                                  * sh. Foto‐​Story Vorwort                                                                                                                                                                                                                                 * sh. Fotos Marrakesch                                                                                               * sh. Fotos Bologna                                                                                                                                                                                                                                            
(Foto – Story)                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             Impressum

Foto – Story (Teil 1)

                         Die Geschichte hinter dem Bild

Bucht von Kotor – Montenegro

Bei der Umrundung der Bucht von Kotor Anfang Oktober des Jahres 2018 habe ich mich immer gefragt, was das für Früchte sind, die an den Sträuchern am Rand des Weges die ganze Bucht säumen (?)
In Botanik bin ich nicht so bewan­dert, aus diesem Grunde ließ ich es erst einmal damit bewenden.
An einer Stelle gab es einzelne Anwohner, die die tennis­ball­großen rötli­chen Früchte mit einem Eimer in der Hand ernteten.
Da wurde mein Interesse dann doch noch stärker ange­regt, wodurch ich einen Strauch foto­gra­fierte, um daheim in schlauen Büchern zu blät­tern…
Und des Rätsels Lösung habe ich dann auch gefunden – es sind nämlich Granatäpfel (Pomegranate) und diese sollen sehr gesund sein.
Schade eigent­lich, ich hätte sie also in großen Mengen dort genießen können, ohne etwas dafür ausgeben zu müssen…

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Tallinn – Estland

Im nörd­li­chen Estland, genauer gesagt in Tallinn, wollte es im Sommer 2017 einfach nicht dunkel werden, woran der Versuch Nachtbilder zu machen (fast) schei­terte.
Noch gegen 1:00 Uhr des Nachts war von (rich­tiger) Dunkelheit noch nichts zu erkennen.
Leicht ermüdet durch das Warten, schlich ich des Nachts nach 1:00 Uhr zurück in meine Hotel in der Unterstadt.
Ich schaute dann aus dem Schrägfenster meines Hotelzimmers unter dem Dach heraus und dachte, dass doch noch eine Erinnerung fest­ge­halten werden sollte.
Die stetig herun­ter­fal­lende Gardine machte es zudem nicht einfach, die Kamera ruhig zu halten.
Tallinn bei Nacht ist doch nicht so ein einfa­ches Unterfangen, auch wenn Hochsommer ist.

                          Die Geschichte hinter dem Bild

Ponte Scaligero – Verona

Die Brücke Ponte Scaligero über die Etsch aus dem 14. Jahrhundert ist ein Wahrzeichen der Stadt Verona.
Gut für Fotos zu Tages‐ und Nachtzeit.
Als ich mich dem Objekt im Oktober 2017 näherte, ergab sich plötz­lich eine ganz andere Sichtweise…bzw. “Durchsichtweise”.
Denn gut ist das Motiv auch für einen “Durchblick” durch eine Scheibe an einer Brüstung am Ufer der Etsch, wodurch die Brücke nur verschwommen zu erahnen ist und ein Nichteingeweihter sicher Probleme hätte, darin eine Brücke zu erkennen.
Die Scheibe habe ich aller­dings nicht vorher kaputt­ge­schlagen, sie war schon kaputt…

* sh. Foto‐​Story Vorwort

* sh. Fotos Bucht von Kotor
* sh. Fotos
Tallinn 2017
* sh. Fotos Verona


(Foto – Story)

                                                      Impressum

Foto – Story (Vorwort)

Ein gelun­genes Bild muss einen Überraschungsmoment beinhalten,
der auf den ersten Blick nicht erkennt­lich ist”

Wenn man manche Fotos sieht, fragt man sich, warum derje­nige dieses Foto über­haupt gemacht hat.
Bei einem Foto des  Eiffelturms in Paris braucht man nicht lange zu über­legen, was dahinter steckt – man weiß es sofort, nämlich gar nichts (!).
Aber bei manchen Fotos ist schon eine Erklärung des Schöpfers notwendig, um es zu verstehen, genauso braucht man aller­dings auch ein biss­chen Fantasie.

Jedes dieser Art von Fotos hat somit eine Geschichte und bedarf einer Erläuterung, denn einem neutralen Betrachter stellt das jewei­lige Foto Fragen.
Und da kann man ja  nun meis­tens nur Vermutungen anstellen, oder man bekommt es erläu­tert, wie hier…

Ich nehme jeweils zwei oder drei frag­wür­dige Fotos und deren erläu­ternde Geschichte in einen Teil. Diese Idee ist konti­nu­ier­lich ausbaubar.

Eine sehr gute Anregung dazu gab mir eine begeis­terte reise­freu­dige Bloggerin   (www.lieschenradiesche-reist.com).                                                                  

* Teil 1 /​  * Teil 2  /​  * Teil 3  /​  * Teil 4  /​  * Teil 5  /​  * Teil 6  /​  * Teil 7 /​
* Teil 8 /​  * Teil 9  /​   * Teil 10  /​  * Teil 11  /​ * Teil 12  /​  * Teil 13  /​


©herr­ro­thwan­dert­wieder 2019


(Foto – Story)

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Wandeln unter Wäscheleinen

Tipps und Trick der Wäsche‐​Trocknung
in hitze­ge­plagten Städten”

Wer einmal im Mutterland des schönen und warmen Wetters durch die Gassen einer Stadt gebum­melt ist, dem ist aufge­fallen, dass hier über­mäßig viel Waschpulver verbraucht wird. Dieses erkennt man haupt­säch­lich am Geruch.

In vielen italie­ni­schen Städten geht einem  ab 30° C ein beson­derer Geruch in die Nase, wobei Neapel als erstes zu nennen ist, und  dieser Geruch hat immer einen gewissen Anteil Waschpulver.

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Der Fluch des Eros (2006–18)

Willkommen, unge­treuer Mann…” 

Über die Gestik und Mimik bei der Rückkehr‐​Scene der
Venusgöttin im 3. Act von Richard Wagners “Tannhäuser”

(Festsaal Wartburg Eisenach)

Die Aufhebung des Zuschauers in die Rolle des mitwis­senden Statisten.

Dies war und ist eine der Grundideen, die Richard Wagner vorschwebte, um seine Werke dem Rezipienten näher zu bringen.
Man soll das Werk also nicht von weit her betrachten, sondern man soll mit im Werk inte­griert und impli­ziert sein, also körper­lich und geistig.

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Festungsort Kotor (Okt. 2018)

                                       “Gefahr von hinten…”

Es gibt Städte, die gar keine sind, …wie das (?), fragt man sich da.
Tja, jede Stadt ist halt anders und manche sind halt keine.

Und so eine “Stadt”, die keine ist, ist KOTOR.
Warum dieses so ist, auf das gehe ich weiter unten ein…

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Fürstengruft Weimar (2003/​04)

           “Über den Verbleib von Schillers Schädel”
                                Eine Tragödie in 4 Akten

In der Geschichte der Menschheit gab es schon immer unge­löste Rätsel, die zu viel Nachdenken, Rätseln, zu Legenden und Mythen geführt haben.
Das verschwun­dene Bernsteinzimmer, die verschol­lene Original‐​Partitur von Richard Wagners Frühwerk “Rienzi” nach 1945, die Frage nach der Echtheit des Blutes in den beiden Ampullen des Stadtpatrons Neapels San Gennaro , das angeb­lich im Alatsee bei Füssen versenkte Nazi‐​Gold und vieles mehr.

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Goethehaus am Frauenplan Weimar (Juni 2018)

Soll ich von Smaragden reden,
die dein Finger nied­lich zeigt,
manchmal ist ein Wort vonnöten,
Oft ists besser, wenn man schweigt.”
(Goethe – “West‐​östlicher Divan”)


“Die Kunst des tönenden Schweigens”
 

J.W.v.Goethe ist ja nicht nur der größte deut­sche Dichter, poli­ti­sche am Hofe Herzogs Carl August von Sachsen‐​Weimar und Eisenach in der dama­ligen Zeit aktiv, Gesteins‐ und Flora‐​Forscher und hat nebenbei mal eben Jura studiert – er hat sich auch tiefer­grei­fend mit Newtons Farbenlehre beschäf­tigt und hat seine eigene Farbenlehre erstellt.

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Park an der Ilm Weimar (2003/​2018)

                            “Die grüne Lunge Weimars”

Der Park an der Ilm mit seinen 48 Hektar Größe zieht sich kilo­me­ter­lang als eine Art Landschaftspark am Rand der Altstadt von Weimar entlang dem Flüsschen Ilm.  
Er erstreckt sich im Süden von Oberweimar bis hin zum Stadt‐​Schloss und zur Anna‐​Amalia‐​Bibliothek Richtung Norden leicht östlich zur Weimarer Altstadt.
Bei dem Park loka­li­siert man den Zeitraum der Entstehung in die Epoche zwischen 1778 bis 1828.
Soweit schon einmal ein paar Zahlen und Fakten.
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Das Sein und das Nichts (1980/​2009)

Einst hielt ich Paris für die schönste Stadt,
doch dann sah ich Neapel…”
        (herr­ro­thwan­dert­wieder)                

Als am 15. April 1980 Jean‐​Paul Sartre in Paris starb, fuhr ich mit der Bahn nach Gare du Nord, nahm mir mein schon mehr­fach genutztes Quartier direkt unter­halb der Sacre Couer im 18. Arr. , stieg in die nächste Metro und fuhr schnur‐​stracks ‘gen Süden zum Cimetiere Montparnasse, um das frische Grab Sartres zu sehen, der 4 Tage vorher beer­digt worden war.

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