Foto – Story (Teil 14)

Die Geschichte hinter dem Bild

Venedig – Dorsoduro (2019)

Die südliche Fondamenta Venedigs, die “Zattere” in Dorsoduro kann man schon als die schönste Fondamenta Venedigs bezeichnen.
Sie führt am soge­nannten “harten Rücken” (Dorsoduro) im Westen bis nach Osten auf die Spitze zur Santa Maria della Salute, wo der Canale Grande hinein­fließt und dort auch am brei­testen ist.
Ich sage immer, dass die Zattere die Liebes‐ und Todesmeile ist, gut für Phase 1 einer Liebe und gut für ein Ausscheiden aus dem Leben.
Ich wählte für meinen 5. Aufenthalt in Venedig ein Hotel direkt an der Zattere, dessen Lage man schon als inkom­men­surabel (lat. unüber­treffbar) bezeichnen kann.
Im ruhigen Stadtteil Dorsoduro, nahe der Accademia-Brücke, was gut ist für die Orientierung, in der Nähe eines Fährenanlegepunktes, nahe bei einem der wenigen Supermärkte…und eben an der Liebesmeile (bzw. Todesmeile).
Dieses Hotel hatte im Innenhof einen nachts beleuch­teten Brunnen (sh. Foto), “…nichts beson­deres”, denkt man da als erstes.
Nur der Clou kam dann in später Stunde, als ich mir diesen Innenhof einmal im Dunkeln ansehen wollte.
Ein kleiner Raum war ausge­stattet mit Polstermöbel und Sofas und dieser Raum war nach vorne zum Brunnen hin offen, man saß also nicht unter freiem Himmel, hatte aber einen unge­störten Blick zum beleuch­teten Brunnen.
Jetzt stelle man sich einmal vor, man liegt in diesen Sofas in abend­li­cher Stunde mit dem Blick zum Brunnen mit seiner großen Liebe in Phase 1 (!) – es wäre kaum mit Worten zu beschreiben…danach könnte man sich dann umbringen.
Ich glaube, ich muss doch einmal mit meiner großen Liebe nach Venedig, nur dass es diese nicht gibt, und um sich umzu­bringen, ist es einfach noch ein biss­chen zu früh.


Die Geschichte hinter dem Bild

Tintorettos Werkstadt – Cannaregio (Venedig 2019)

Nachdem “Attentäter” der Richard‐​Wagner-Büste und der Verdi-Büste in Castello im Osten Venedigs bei einer Nacht‐ und Nebel‐​Aktion die Nasen abge­schlagen haben, machte man (?) auch vor Tintorettos Werkstatt im südli­chen Cannaregio keinen Halt.
Dieses Gebäude an einer Fondamenta ist ohne Anmeldung nicht zu besu­chen, ob es sich über­haupt lohnt dieses zu besu­chen, ist eine andere Frage.
Wahrscheinlich als Schmuck hat man an der Fassade des rötli­chen Gebäudes von außen einzelne Figuren in die Fassade inte­griert – diese sehen aus wie turban­tra­gende Weise aus dem Morgenland.
Bei meinem Besuch in Venedig im Jahre 2016 hatte ich ganz in der Nähe mein Hotel und kannte das Gebäude vom Sehen her.
In diesem Jahr (2019) zog es mich bei sommer­li­chen Temperaturen wieder nach Cannaregio, doch diesmal staunte ich nicht schlecht über eine “Nasen‐​Korrektur” (sh. Foto) an der von Attentätern geschän­deten Figur, denn man hatte ihr die Attrappe einer Nase aufge­setzt.
Da kann man ja geteilter Meinung sein, aber wie eine Nase sieht dies eher weniger aus.


Die Geschichte hinter dem Bild

“Dies ist kein Arschloch”

An vielen Stellen fand ich in Venedig in diesem Jahr (2019) ein auffäl­liges kleines “Gemälde”.
Es wirkt schon etwas reli­giös – ein Herr, der in eine Kutte gekleidet ist und leicht abhe­bend in den Lüften schwebt…(?)
Rechts oben eine Art runde Scheibe, wie die Scheibe eines Baumes oder eine Sonne (?).
Ich habe es etwas erstaunt erst einmal foto­gra­fiert.
Daheim habe ich den Spruch, der darunter steht, versucht zu über­setzen, obwohl meine Französisch‐​Kenntnisse eher mager sind, aber als Französisch habe ich es noch defi­nieren können.
Beziehungsweise es ist eine Kombination von Französisch mit Englisch (“Asshole”) und nach meiner Recherche heißt es : “Dies ist kein Arschloch”.
Schwer zu defi­nieren, was der schon fast flie­gende Herr mit diesem Spruch zu tun hat (?).
Wenn man jetzt noch etwas genauer hinsieht, erkennt man rechts unten in gekippter Schrift das deut­sche (!) Wort “Maluntergrund” – hä, was soll das denn bedeuten ?
Gut, nun denn – denn gut ist immer das, was man nicht sofort versteht, aber den Sinn dieses “Gemäldes” habe ich bis heute nicht ganz verstanden…

* sh. Foto‐​Story Vorwort


(Foto – Story)

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Foto – Story (Teil 13)

Die Geschichte hinter dem Bild

Via Mazzini Verona

Die schon oftmals lasziv aufdring­lich wirkenden Werbung für DUB (Damen‐​Unterbekleidung) und Parfüme auf der Prunkmeile Via Mazzini im ober­ita­lie­ni­schen Verona im Zentrum der Liebe, sticht einem an jeder Ecke gerade zu in die Augen – man würde heute sagen “Eye‐​Catcher”.
Ich foto­gra­fierte im August 2017 dort bestimmt 5 oder 6 dieser aufgei­lenden Werbeplakate und Eier‐​Catcher, quatsch … Eye‐​Catcher.
Doch hier wurden sie abge­nommen (sh. Foto), die Werbewand hat gewiss ein Gewicht, sodass eine Person die Dame gar nicht stemmen kann, um die verfüh­re­risch drein­bli­ckende Person von der Fassade zu nehmen.
Dieses wurde aller­dings aus einem einzigen Grunde ange­gangen, nicht um des Jugendschutzes willen, sondern, um eine weitere neue Dame an dieser Stelle aufzu­hängen und zwar nicht in Rückenlage, sondern stehend.
Wie die aussah, habe ich dann nicht mehr gesehen – ich hatte nicht die Geduld zu warten – es hätte ja auch eine biss­chen komisch ausge­sehen, wenn ich mich mit Kamera posi­tio­niert hätte, um die neue Damen‐​Unterbekleidung foto­gra­fisch fest­zu­halten…



Die Geschichte hinter dem Bild

Franz‐​Liszt‐​Museum Bayreuth

Bei meiner ersten Pilgertour im Jahre 2003, die als Hauptziel das Zentrum der geis­tigen Welt hatte, nämlich Villa Wahnfried in Bayreuth und das Grab Richard Wagners, besuchte ich auch die Villa dessen Schwiegervaters und Gönners Franz Liszt, einem der größten Klavier‐​Virtuosen seiner Zeit, Komponist und Dirigent.
Die herr­schaft­liche Künstlervilla gibt schon viel her und neben einer umfang­rei­chen Sammlung steht dort auch das Klavier Liszt, an dem Wagner und Liszt saßen und spielten.
Nun sagte mir die Dame am Empfang, dass hier sogar Verehrer aus Japan kommen und den Boden küssen würden – ich wollte es nicht über­treiben und bat sie, von mir ein Foto am Klavier stehend zu machen – ich durfte sogar die Hand darauf legen.
Ein Moment, der nicht so oft in diesem Leben wieder­kommen wird – hört sich zwar blöd an, ist aber so, ob man aus Japan kommt oder aus dem Ruhrpott.
So ganz licht­tech­nisch gut ist das Foto mit der alten Minolta‐​Kamera nicht geworden.
Nun zeigte ich ca. 10 Jahre später das Foto voller Begeisterung einer (ehema­lige) Arbeitskollegin und versuchte ihr die Einzigartigkeit dieses Momentes klar zu machen.
Sie schaute mich mit ihren Kugelaugen fragend an…
………es war mir in dem Moment schon etwas pein­lich, aber ich hatte ganz vergessen, dass nicht jeder Franz Liszt kennt.

Die Geschichte hinter dem Bild

Dante‐​Pizza (Verona)

Wenn man in Italien um jemanden nicht herum kommt und zwar in keiner Stadt und an keinem Ort, dann ist dies Dante.
Besser gesagt, Dante Alighieri, der große italie­ni­schen Dichter und Schöpfer des Werkes “Die Göttliche Tragödie”, der damit nicht nur ein epochales Werk schuf, sondern im 13. Jahrhundert (angeb­lich) auch das domi­nie­rende Latein über­wunden haben soll und das soge­nannte Italienisch zur Literatursprache einge­führt haben soll.
Es gibt fast keinen Ort, in dem der Name des Dichters nicht irgendwo verwendet wird – Straßen, Parks, Häuser, Brücken…fast mit unserem Goethe vergleichbar.
In Dantes Geburtsstadt Florenz hatte ich im Jahre 2014 auch sein (angeb­li­ches) Geburtshaus aufge­sucht und u.a. seine Totenmaske bewun­dert.
Im heimat­li­chen Florenz gibt es ja fast keinen Stein und keine Toilette, die nicht entweder nach Michelangelo oder Dante benannt ist.
Denkmäler und Büsten ohne Ende, Skulpturen, Plastiken säumen die Gassen, Wege und Plätze.
Auch in Verona kann man auf dem Piazza dei Signori ein Dante-Denkmal bewun­dern, wo Dante auf einem hohen Sockel mit einer Kutte bekleidet und seiner markanten Kopfbedeckung grübelnd und nach­sin­nend steht.
Fast uner­reichbar für den normalen Besucher der Etsch‐​Stadt.
Als ich nun doch ergriffen im Oktober 2017 und voll Ehrfurcht vor dem großen Genie von dem genannten Platze wech­selte auf den nahe liegenden Piazza delle Erbe, dachte ich…“na, wann läuft er dir wieder über den Weg, der große Dichter (?)” – dieses dauerte dann auch nicht sehr lange (sh. Foto), denn zum Verkauf von italie­ni­schen Pizzas (ob nun auf Lateinisch oder auf Italienisch) ist werbe­wirksam Dante mit seinem sturen Blick auch gut geeignet…man muss halt gute Ideen haben.
Man sollte eigent­lich im werbe­über­flu­teten Deutschland eine Pizza mit dem Namen Goethes auf den Markt bringen, eine Idee, auf die noch keiner gekommen ist…

* sh. Foto‐​Story Vorwort

* sh. Fotos Verona

(Foto – Story)

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Foto – Story (Teil 12)

Die Geschichte hinter dem Bild

Fulda – Parkplatz Weimarer Straße

Meine Stationstour Mai/​Juni 2003 war die erste Tour in dieser Form, auf die noch 5 weitere folgen sollten.
Nur “Nichts ist so schön wie beim ersten Mal!“
Dadurch ist mir von dieser Tour, obwohl es 16 Jahre her ist, auch viel in meinem (emotio­nalen) Gedächtnis geblieben.
Zum Beispiel der “schönste Parkplatz in Deutschland”.
Hört sich nicht schlecht an, war es auch nicht.
Denn auf dem Rückweg von Bayern über Bamberg Richtung Kassel machte ich Station in Fulda.
Auf einem Parkplatz an der Weimarer Straße fand ich ein rich­tiges Idyll direkt an der Fulda mit einem Blick nach Kloster Frauenberg.
So etwas bleibt hängen, genau wie ich dort hängen blieb.
In meinem moos­grünen Omega, der zu dem Zeitpunkt schon stark auf die 200.000 km ging, habe ich dann 2 Nächte im Auto auf diesem Parkplatz verbracht und natür­lich Fulda genossen.
Somit ist dieser Parkplatz in meinem Gedächtnis veran­kert.
Es ist übri­gens das einzige Foto, was ich von dem Wagen habe, denn ich bin nicht der Typ, der seine Autos foto­gra­fiert, die ja eher (teure) Gebrauchsgegenstände sind, trotzdem hat er mich auf einigen meiner Touren (auch als Bett) begleitet – Ehre wem Ehre gebührt…


Die Geschichte hinter dem Bild

Elbtal – Loschwitz

Die äußere Neustadt von Dresden mit ihrem Szenenviertel beher­bergte mich bei meiner Stations‐​Tour 2005.
Hier bietet es sich gera­dezu an, einmal eine Strecke auf sich zu nehmen, die nicht nur mit dem Schiff ihren Reiz hat, sondern auch zu Fuß.
Und dies ist die Strecke Richtung Osten nach Loschwitz durch das Elbtal.
Vorbei an Weinhängen und kleinen Schlössern nähert man sich dem Wunder einer Brücke, dem Blauen Wunder (Loschwitzer Brücke).
Und unter diesem “Brücken‐​Wunder” gibt es noch etwas Wunderbares, nämlich eine eisge­kühlte Waldmeister‐​Brause, die ich in unseren Gefilden selten zu Gesicht bzw. auf die Zunge bekommen habe.
Jetzt näherte ich mich im September 2005 auf der oberen Seite der Elbe dem kleinen Ort Loschwitz.
Die ersten Fachwerkhäuser zeigen inter­es­sante “Kunstwerke” auf ihren Fassaden.
Bei einem blieb ich inter­es­siert stehen (sh. Foto), denn es wurde von einem schlauen Spruch geziert :
“Wer sein Geld verlieren will und weiß nicht wie, der baue alte Häuser aus, oder spiele Lotterie“
Das machte mich doch stutzig, denn ich hatte gerade die Probezeit meiner Tätigkeit bei dem größten Anbieter von Systemlotto über­standen, und dann dieser Spruch (?)
Da fragte ich mich doch, ob dieses wirk­lich der rich­tige Arbeitsplatz sei…


Die Geschichte hinter dem Bild

Teatro Comunale di Ferrara

Bei meinem dritten Bologna-Aufenthalt im Jahre 2016 machte ich einen Abstecher in das nörd­lich gele­gene Ferrara.
Ferrara klam­mert einen nicht unbe­dingt, neben der Altstadt, der Kathedrale und dem mittel­al­ter­li­chen Castello Estense ist ein Besuch schon nach 2–3 Stunden erle­digt.
Das dort ansäs­sige Teatro Comunale di Ferrara hat einen guten Ruf, auch wenn große Opernaufführungen eher selten sind.
Wie überall in Italien, so hat man auch hier keine Chance das Theater einmal zu besich­tigen, die Häuser sind den Italienern “heilig” und sind nur zu Veranstaltungen für Besucher dieser geöffnet.
Im oval gebauten Innenhof (Rotonda Foschini), der ausnahms­weise für das normale Fußvolk zu betreten ist, hat man Fenster so gestaltet, dass sie gar keine Fenster mehr sind, sondern eine Art Rahmen für Fotos von Veranstaltungen. Eine sehr gute Idee, besser als normale Plakate.
Eines dieser “Fenster” zeigt ein Foto aus einer Veranstaltung aus dem Jahre 2006 (10 Jahre her), laut Untertitel etwas Choreografisches, was das Thema des Phänomens der Maria Callas, der großen Opern‐​Diva als Inhalt gehabt haben muss.
Eine Reihe von Damen sitzen mit dem Rücken (sh. Foto) zum Betrachter und mit Phantasie erkennt man darin die Callas von hinten.
Als beste Darstellerin der Norma in Bellinis Norma”, was ich im Jahre 2018 rezi­piert habe, ist die Callas für mich schon inter­es­sant, aber leider war ich 10 Jahre zu spät in Ferrara…aber es war ja anschei­nend nur eine choreo­gra­fi­sche Hommage an die Callas und nicht Bellinis Norma”…aber nun mal 10 Jahre zu spät.

* sh. Foto‐​Story Vorwort


* sh. Fotos Germany
* sh. Fotos Dresden
* sh. Fotos Ferrara


(Foto – Story)


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Foto – Story (Teil 11)

Die Geschichte hinter dem Bild

Teatro Filarmonico di Verona

Als Ergänzung der wagner­schen Kompositions‐​Strukturen bin ich unum­gehbar zu Bellinis “Lyrische Tragödien” gekommen.
Die Paraderolle der Callas (Norma) in Bellinis Norma” (2018) und die Paraderolle der Operndiva Wilhelmine Schröder‐​Devrient (Romeo) in Bellinis “I Capuleti e i Montecchi” (2019).
Man muss natür­lich von der Schiene des wagner­schen Rezitativs zu Bellinis Belcanto‐​Gesang hinüber­springen.
Auch eine Kongruenz von Wort‐​Ton‐​Ebene ist nicht einfach, da ja die Bellinischen Werke in italie­ni­schen Sprache sind.
Aber davon abge­sehen, ist es ja auch eine geis­tige Herausforderung sich an die Werke eines eher als Komponisten geschätzten Schöpfers wie Bellini zu machen, beson­ders als Ergänzung zum wagner­schen Gesamtkunstwerk.
Als ich nun im Oktober des Jahres 2017 in Verona vom Piazza Bra Richtung Portoni della Brà schritt, hing an der Außenfassade der Accademia Filarmonica di Verona das oben zu sehende Plakat, worauf man entnehmen kann, dass beide (!) Werke im Februar bzw. mehr­fach im April dort zu sehen gewesen waren.
“Mist…!”, dachte ich – “jetzt bin ich schon einmal hier, aber halt 8 Monate zu spät…“
Jetzt ist es auch noch so, dass das zweite Werk (“I Capuleti e i Montecchi”) auch in Verona spielt (!) – welche Zufälle (?), nur ist leider alles schon vorbei, wie oftmals im Leben…


Die Geschichte hinter dem Bild

Bambuszimmer

Nachdem das Alternativhotel in der Dresdener Neustadt bei meiner Tour 2005 in die Geschichte meines “Reise‐​Lebens” einge­gangen war, suchte ich es im Jahre 2008 bei einer klei­neren Tour gen Osten wieder für ein paar Tage auf.
Diesmal war ich vorbe­reitet auf dieses “Kunstwerk”, wo jedes Zimmer anders ist und von einhei­mi­schen Künstlern indi­vi­duell und phan­ta­sie­voll gestaltet ist und wo jedes Zimmer einen anderen Namen hat.
Diesmal schlüpfte ich durch die Zimmer um Fotos zu machen, und zwar, als die Putzfrauen tätig waren.
Mein Zimmer für ein paar Tage war diesmal das “Bambuszimmer”.
Wirklich schwer in Worte zu fassen, aber wie der Name schon sagt, irgend­etwas aus Bambus.
Alles in diesem Zimmer war aus Bambusrohren gestaltet und gebaut, das aus diesen Rohren gebaute Bett konnte man im Dunkeln von unten beleuchten, von der Decke herunter hingen Bambusstange mit Glühbirnen darin, als eine Art Lampe – meine dama­lige noch analoge Kamera hatte Schwierigkeiten diese Raum‐​Effekte fest­zu­halten.
Man konnte das (von unten) beleuch­tete Bambusbett auch stufenlos heller und dunkler beleuchten und man lag im Bett wie auf einem strah­lenden Boot im Urwald (mit Phantasie).
An der Wand hingen Teile von Bambusrohren (sh. Foto), hinter denen auch eine Lampe instal­liert war und ergaben an den unebenen Wänden gute Effekte – farb­lich ging der Farbton der Wände auch ganz herum an die Decke, sodass man kaum noch oben oder unten unter­scheiden konnte (ohne einen Joint!).
Nach meinem ersten Aufenthalt “hinter den Kulissen” dieses “Hotels” habe ich daheim meine Diele rund­herum in einem Taubenblauton gestrichen…und dieser ziert meine Diele heute noch nach fast 15 Jahren…


* sh. Foto‐​Story Vorwort

* sh. Fotos Verona
* sh. Fotos Dresden


(Foto – Story)

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Foto – Story (Teil 10)

  Die Geschichte hinter dem Bild

Kunst oder Leichen

Das Wort “Reconquista” kommt ja eigent­lich von einzelnen geschicht­li­chen Ereignissen – “Rückeroberung” heißt es wört­lich über­setzt, damit ist in zweiter Linie (nach der lat. Übersetzung) eine Kriegs‐​Strategie gemeint.
In dritter Linie kann man es auch anders deuten, nämlich als einen Prozeß, bei dem die Natur etwas vom Menschen Geschaffenes zurück­er­obert, also wieder in das “Bett” der Natur zurück­bringt.
In vierter Linie kann man es (eher selten) als ein Kunstwerk (eines Schöpfers) betrachten (z.B. eines Bildhauers), was von der Natur zurück­er­obert wird.
Und genau so einem bild­haue­ri­schen Werk, was bereits schon stark “zurück­ge­führt” worden war, begeg­nete ich vor langen Jahren in den Wäldern rund um meine Heimatstadt, Witten a.d. Ruhr, bei klei­neren Wanderungen.
Wenn man das Foto betrachtet, bekommt man schon Angst und denkt an halb­ver­weste und vergra­bene Leichen, wenn man aller­dings sich umsah, waren noch mehr Skulpturenteile zu entde­cken – eine stehende halb­of­fene Hose mit herun­ter­hän­gende Hosenträgern und das Jackett eines Anzuges und alles halb vom Moos über­wu­chert, also zurück­er­obert oder teil­weise zurück­er­obert.
Spätestens, wenn man die anderen Teile entdeckt, weiß man, dass es sich hier nicht um ein Werk der Natur handelt (bzw. nur halb handelt), sondern um das Werk eines Künstlers…
Trotzdem hat die Natur das letzte Wort, weil sie alles Schritt für Schritt wieder für sich einnimmt.
Ich zog dann aller­dings schnell von dannen in den herbst­li­chen Wald, sonst hätte die Natur auch mich hinterher noch zurück­er­obert…


Die Geschichte hinter dem Bild

Neustädter Markthallen Dresden

Mein erster Dresden-Aufenthalt war in eine 12tägige Stations‐​Tour mit meinem moos‐​grünen Omega einge­bettet – diese Tour im September 2005 gilt bis heute als eine der besten, die ich gemacht habe – neben aller Begeisterung hatte ich zu dem Zeitpunkt die Probezeit bei einem meiner besten Jobs über­standen, was dem ganzen noch mehr “Drive” gab.
Ich sehe mir immer wieder gerne Markthallen an (Riga, Budapest, Bologna, Avignon...) – und somit lockten mich auch die Neustädter Markthallen in der äußeren Neustadt von Dresden, wo ich mein Quartier für 5 Tage aufge­schlagen hatte.
Die Strecke ging jeden Tag zu Fuß von der Äußeren Neustadt zum Albertplatz, dann über die Hauptstraße hinunter zum Goldenen Reiter Richtung Elbe.
Somit kam ich eher zufällig in diese Markthallen, die mich sofort begeis­tert haben.
In der unteren Etage spielte an diesem Tag ein Pianist – es ist schon Wahnsinn, aber ich weiß noch den Namen, nämlich Karl‐​Heinz Keller, und das nach 14 Jahren.
Die drei­ge­schos­sigen Markthallen sind licht­durch­flutet, der Klang von Kellers Klavier (im Keller) war in der ganzen Markthalle auf allen Ebenen zu hören.
Da kann ich mich wieder nur selbst zitieren :
“Auch in der DDR hatte manches seinen Flair”


*sh. Foto‐​Story Vorwort

*sh. Fotos Natur
*sh. Fotos Dresden


(Foto – Story)

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Foto – Story (Teil 9)

Die Geschichte hinter dem Bild

Essaouira Marokko

Bei meinem Besuch in Marrakesch und Essaouira (Weihnachten 2016) hatte ich den Wunsch einmal einen Blick in eine Werkstadt zu werfen, wo nach der marok­ka­ni­sche Intarsien-Kunst Gegenstände in Handarbeit produ­ziert werden.
Hierbei handelt es sich um eine hölzerne Einlegearbeit, bei der auf einer glatten Holz‐​Oberfläche verschie­dene Hölzer einge­legt werden (intar­siare = einlegen), aber so, dass wieder eine glatte Fläche entsteht.
Hauptsächlich wird hierbei Zedernholz verwendet, für spezi­el­lere Kreationen auch Thujaholz und die Wurzeln des Zitrusbaumes – es werden nach genauen Mustern Kunstwerke geschaffen, die jeden Betrachter zum Nachdenken anregen, wieviel Arbeit in den Tischplatten, Möbeln, Schachbrettern, Buchstützen, Zigarrenkisten, Tischplatten steckt.
Es sind in perfekter Harmonie verzierte Objekt, von normalen Gebrauchsgegenständen bis hin zu luxu­riösen Möbeln.
Die meist dunkel­braunen Produkte werden dann noch mehr­fach poliert.
In der Werkstatt im Kern der alten portu­gie­si­schen Festungsstadt Essaouira herrschte im Gegensatz zu den Gassen eher Ruhe und man konnte sich alles ansehen.
Das Foto zeigt einen Handwerker konzen­triert bei seiner Arbeit.
Als Erinnerung habe ich mir eine Buchstütze mitge­nommen, was bei der großen Anzahl meiner Bücher eigent­lich immer gut ist…


Die Geschichte hinter dem Bild

Sfera Grande di Pomodoro – Pesaro (Adria)

Als ich im Frühjahr 2014 unter­halb von Rimini begin­nend die Adria herunter bin, war Pesaro der erste Stopp, die Heimat des Komponisten Rossini.
Im Kopf hatte ich als ersten Anhaltspunkt einen Brunnen in Küstennähe in diesem oftmals durch bunker­ar­tige Hochhäuser gestörten Adriaort.
Zu Rossinis Zeiten sah es hier sicher anders aus.
Dieser Brunnen zeigt auf den ersten Blick eine kreis­runde Platte, in deren Mitte eine Art Kugel ruht.
Klingt einleuch­tend und einfach, hat man schon oft gesehen…
Doch hatte ich aus Fotos im Vorfeld schon entnommen, dass diese “Kugel” ein ziem­lich “zerris­senes” Ich hat.

Hierzu sei die Literatur zitiert :
Brunnen Pesaro (Arnaldo Pomodoro) – Sfera Grande di Pomodoro
“In Pomodoros Werk spie­gelt sich sowohl seine Arbeit als Goldschmied, als auch sein Interesse am tech­ni­schen Zeitalter wider.
Neben Silber, Eisen, Holz, Beton und Gold arbeitet er vor allem mit Bronze. In den 1960er Jahren entwi­ckelte er seine abstrakte Formensprache, die insbe­son­dere Kugeln, Scheiben, aber auch Säulen, Kegel und Quader umfasst. Die Hülle der geome­tri­schen Körper bricht Pomodoro dabei auf, für den Betrachter wird ein Innenleben sichtbar.“

Als ich nun nach der ersten Etappe an dem Brunnen saß, kam er mir genauso häss­lich vor, wie ich vorher auch den Eindruck hatte, vor allem die aufge­bro­chene “Kugel”.
Es fing schon langsam an zu regnen Anfang Mai in Pesaro auf meinem Weg zu einem strand­nahen Hotel.
Komisch, dachte ich, diesmal hatte ich mich nicht getäuscht, er ist wirk­lich sehr abstoßen, dieser Brunnen, aber das ist eben künst­le­ri­sche Freiheit…

* sh. Foto‐​Story Vorwort

* sh. Fotos Marrakesch
* sh. Fotos Pesaro


(Foto – Story)

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Foto – Story (Teil 8)

                                     Die Geschichte hinter dem Bild

Latvijas Nacionālā opera – Riga (Lettland)

Mein Besuch in Riga im Jahre 2008 kam durch einen Besuch von Wagners “Siegfried” beim dortigen Opernfest (Rigas Operas Festivals) zustande.
Die Aufführung war eher eine mittel­präch­tige Interpretation, also nichts für so einen Puristen und Alt‐​Wagnerianer wie mich, was vorher nicht voraus­zu­sehen war.
Aber wirk­lich enttäuscht war ich nicht, denn durch diese Aufführung bin ich ja nach Riga gekommen, was mit seinem Flair, seiner Kultur und seinen Jugendstil‐​Fassaden sofort in die Liste meiner fünf Lieblings‐​Städte aufstieg.
Wagner-Aufführungen beim dortigen Opernfest würde ich nicht mehr aufsu­chen, doch Riga als Stadt würde ich jeder Zeit wieder bereisen.
Die Stadt, die eigent­lich nebenbei einfließen sollte,  gewann an Reiz die Überhand und der eigent­liche Grund des Besuches trat in den Hintergrund – somit bin ich aber nach Riga gekommen, mit dem Tallinn nicht mit kommt…
Der Schaukasten der Oper zeigt nicht nur den Spielplan des Monats, sondern auch leicht die Konturen meiner Wenigkeit mit weißem T‐​Shirt und Kamera in der Hand.

                              Die Geschichte hinter dem Bild

Aix‐​en‐​Provence – Provence

Der Siegeszug der E‐​Cigarette als ernst­zu­neh­mende Alternative zur herkömm­li­chen Zigarette ist nicht mehr aufzu­halten, dies merkt man immer mehr.
Im Jahre 2014/​15 arbei­tete ich bei einer Firma, die u.a. E‐​Cigaretten und E‐​Shisha vertrieb und die ich tele­fo­nisch an den Mann bringen musste.
In unseren Gefilden waren öffent­liche Geschäfte für E‐​Cigaretten  zu dem Zeitpunkt noch rar.
Doch in Süd‐​Frankreich sah das zum dama­ligen Zeitpunkt schon anders aus.
In den Gassen des südfran­zö­si­schen Aix‐​en‐​Provence trifft man immer wieder auf kleine Geschäfte, die des Nachts mit Holz‐​Schlagläden verschlossen werden, somit hier auch ein Geschäft für Elektrische Zigaretten.
Heute schießen sie auch in deut­schen Städten wie Pilze aus dem Boden, aller­dings meis­tens ohne Holzschlagläden – es fehlt hier halt der Flair der Provence

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Palais de la Bahia – Marrakesch

In jungen Jahren begeis­terte ich mich für Marc Chagall, vor allem für seine kobalt­blaue Farbwahl.
Mein Vater fuhr mit uns nach Metz, wo man in der Kathedrale die Kirchenfenster von Chagall bewun­dern kann.
Das von draußen herein­fal­lende Licht gab ein tolles Farbenspiel, was mir im Gedächtnis geblieben ist.
Lange Zeit später stehe ich im Palais de la Bahia in der Medina von Marrakesch (was ich damals in den 80er‐​Jahren bestimmt nicht gedacht hätte) und was fällt mir ins Auge, nein keine Fenster von Chagall, sondern etwas ähnli­ches.
Hier benutze der Schöpfer die 3 Grundfarben (Cyan, Magenta, Yellow) und erzeugte eine Farbmischung, vor allem bei herein­fal­lendem Licht.
Außerdem erkennt man mit Fantasie auch die draußen stehenden Palmen.
Das Chagall‐​Blau ist doch irgendwie hängen­ge­blieben…


* sh. Foto‐​Story Vorwort

* sh. Fotos Riga
* sh. Fotos Marrakesch  
*sh. Fotos Aix‐​en‐​Provence


(Story – Foto)

 

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Foto – Story (Teil 7)

                              Die Geschichte hinter dem Bild

Fontana del Nettuno (P.za del Nettuno) – Bologna

Mein erster Bologna-Aufenthalt im Jahre 2011 war von einer starken Grippe geprägt, die mir an den Tagen dort schwer zu schaffen machte, genauso die Temperaturen, die in dem Sommer weit über 40° Grad lagen.
Ziemlich sauer dachte ich dann in den nächt­li­chen Stunden, “…wenn du schon so kaputt bist, dann mach’s wenigs­tens ein paar gute Nachtbilder!”
Gesagt – getan, die Nachtbilder mit meiner alten Minolta in Bologna 2011 zählen zu den besten, die ich gemacht habe, wesent­lich besser und natür­li­cher als digital.
Der Neptunbrunnen (Fontana del Nettuno) ist das Wahrzeichen von Bologna – auch als Schatten gut zu erkennen an  den Mauern des Palazzo Comunales auf dem nächt­li­chen Piazza Maggiore, dem Herz von Bologna (bei nächt­li­chen Temperaturen um die 30° Grad).
Im Jahre 2016 bei meinem dritten Besuch in der “Roten Stadt” war der Neptun‐​Brunnen komplett abge­deckt wegen Renovierungsarbeiten, somit hätte ich auch ohne Grippe und bei nicht so heißen Temperaturen keine (Nacht-)Fotos machen können.

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Parma – Emilia Romagna

Bei Temperaturen bis 45° C im Jahre 2011 mit hängenden Kopf und schweiß­ge­badet in Parma.
Am Bahnhof blieben alle in der Wartehalle stehen, weil über dem Bahnsteig kein Dach war, was die Sonne hätte abhalten können.
Der durch Parma flie­ßenden “Fluss” (Torrente Parma) war verschwunden und zeigte nur noch ein ausge­trock­netes Flussbett.
Nachdem mir ein Riegel “Bounty” aus einem Supermarkt draußen in der Hand wegge­schmolzen war, dachte ich, kaum noch Luft krie­gend, “…jetzt wenigs­tens noch das foto­gra­fieren, wofür Parma berühmt ist!”
Der berühmte Parmaschinken ruhte in einem Schaufenster gesta­pelt im Schatten…

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Dresden – Äußere Neustadt

Meine 14tägige Stations‐​Tour im September 2005 hatte u.a. Dresden für 1 Woche als Stationspunkt.
Das alter­na­tive Hotel in der Äußeren Neustadt im Norden Dresdens war ein abso­luter Glücksgriff.
Jedes Zimmer hat einen Namen und war/​ist anders, von Künstlern gestaltet – unter­ge­bracht in einer alten Produktionshalle der Pfunds Molkerei.
Die Badezimmer sind wie mit der marok­ka­ni­sche Mosaikkunst (Zellige) gestaltet, vor allem Türkis‐​grün‐​Töne und Kobaltblau, oftmals ist die Dusche wie ein Eingang in eine Grotte gestaltet oder dem nach­emp­funden.
Die ganze Tour habe ich danach nach diesem “Kunstwerk” von Hotel benannt und sie zählt bis heute zu den 5 besten Touren, die ich gemacht habe.
Dies lag nicht nur an dem Hotel, aber trotzdem hatte dieses Hotel das Seinige zum Erfolg dieser Tour beigetragen.

* sh. Foto – Story Vorwort


* sh. Fotos Bologna Nacht

* sh. Fotos Parma
* sh. Fotos Dresden

(Foto – Story)

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Foto – Story (Teil 6)

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Florenz

Im mondänen Florenz im Jahre 2014 lag gegen­über meinem Hotelfenster eine leicht verfal­lene Kirche.
Man war auf Spenden ange­wiesen.
Aus diesem Grund drang sehr laut die Musik der Kirchenorgel bei geöff­neter Tür bis in späte Stunde herüber, womit man versuchte, Vorbeieilende in die Kirche zu locken, um eine gewisse finan­zi­elle Unterstützung für die Restaurierung zu bekommen.
Wie man dem Foto aus meinem Fenster entnehmen kann, war der Abstand zur gegen­über­lie­genden Kirche nicht gerade groß, die Beschallung aber umso größer.
Eigentlich hätte ich rüber­gehen müssen und etwas dafür spenden sollen, dass die Kirchentür geschlossen werde.

 

                           Die Geschichte hinter dem Bild

Budapest – Gellert Therme                                                                                                                          

Im ziem­lich nassen und niese­ligen Budapest Ostern 2013 suchte ich die Stätte auf, wo einige Jahre vorher (angeb­lich) eine schöne Sex‐​Party für die Angestellten einer namhaften deut­schen Versicherung statt­ge­funden haben soll.
Die Gellért-Therme unter­halb der Donau zählt zu den berühm­testen Thermen Budapests und ist dahin­ge­hend auch welt­be­rühmt.
Das ange­glie­derte Hotel (Danubius Hotel Gellért) beher­bergte und belohnte die 100 besten Mitarbeiter im Jahre 2007 mit einer rausch­haften Party.
Lange Jahre später kam es ans Tageslicht – aller­dings sollte man alles nicht zu ernst nehmen, denn so etwas ist als solches voll­kommen normal, aller­dings ein gefun­denes Fressen für Sensationspresse und propa­gan­dis­ti­sche Massenmedien.
Und dass alles über 80.000 Euro gekostet haben soll, ist auch klar – bei 100 Personen kommt das natür­lich schnell zusammen.
Auf einem Plakat an der Fassade des Hotels kündigte sich im Jahre 2013 schon die nächste Feier an.
Die Dame mit großer Oberweite auf dem Plakat drückt ein Auge zu, und dass sollte man auch bei der dama­ligen Belohnungsparty tun, wenn ich einge­laden worden wäre, wäre ich auch mitge­fahren…

 

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Amalfiküste – Golf von Salerno

Die Amalfiküsten-Wanderung im Jahre 2012 von Sorrent begin­nend, war meine erste Wanderung über 40 km ohne Unterbrechung (Ü40).
Als ich über den Bergkamm kam, von dem man nach Norden den Golf von Neapel sieht und nach Süden den Golf von Salerno, kam mir das oben zu sehende “Wandgemälde” vor die Linse, was nicht nur die Richtung anzeigt.
Na ja”, dachte ich, “wenn ich die Strecke nicht alleine machen würde, ob ich sie dann über­haupt machen würde?”
Ist aller­dings Ansichtssache…

 

* sh. Foto – Story Vorwort

* sh. Fotos Florenz
* sh. Fotos Amalfiküste

 

(Foto – Story)

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Foto – Story (Teil 5)

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Granada – Albaicin (Andalusien)

Bei der “Erklimmung” der Sierra Nevada in Süd‐​Spanien Weihnachten 2014 machte ich einen ersten Stopp in Granada.
Nach einer Nacht im Stadtteil Albaicin, kam mir in den Gassen etwas unter die Nase, was man nicht so häufig unter freiem Himmel findet, und schon gar nicht im heimat­li­chen Deutschland.
Man konnte sich den  Rooibus‐​Cannabis‐​Tee mit einer Schaufel selbst in eine Papp‐​Tüte einfüllen und abge­wogen wurde er drinnen mit einer alten Waage aus den Zeiten der “Tante‐​Emma‐​Läden”.
Nach dem all‐​abendlichen Genuss zuhause im heimi­schen Wohnzimmer, habe ich fast jede Nacht ca. 10 Stunden geschlafen – gut, dass ich zu dem Zeitpunkt erst in den Mittagsstunden an zu arbeiten fing…

 

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Avignon – Pont d’Avignon

Der Besuch Avignons in der südfran­zö­si­schen Provence brachte viel Geschichtliches und Kulturelles an den Tag.
Die Brücke (Pont Saint‐​Bénézet) über den östli­chen Flussarm der Rhone wurde ja schon in einem Lied (“Sur le pont d’Avignon”) verewigt.
Einst führte sie ja über die beiden Arme der Rhone zu dem Wachturm Tour Philippe le Bel und war damals die längste Brücke  Europas (!), jedoch kamen immer wieder Zerstörungen und auch der Zahn der Zeit nagte und nagt an ihr.
Die relativ schmale Brücke endet heute in der Mitte des ersten Rhone-Armes.
Die Brücke ist ja heute eher eine Ruine, aber eine geschichts­träch­tige Ruine…
Als Mitte Oktober 2014 langsam sich die Sonne neigte und die Schatten länger wurden, wollte ich dieses geschichts­träch­tigen Bauwerk zu mindes­tens noch beschreiten – gegen einen kleinen Obolus war dies kurz vor Schließung auch noch möglich – schnell bis an das vordere Ende am 3. Brückenbogen gelaufen, konnte ich den Blick in das Wasser mit Gewächsen unter­halb der Wasseroberfläche fest­halten.
Viel ist ja von einst nicht stehen­ge­blieben, außer mir, wie man dem Foto entnehmen kann…

 

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Avignon – Provence

Avignon wird ja nicht umsonst die Stadt der Theater genannt.
Man finden hier ca. 30 Theater, die meisten noch nicht einmal so groß wie eine Garage, alle werden aller­dings bespielt, manche mehr, manche weniger.
Bei meinem Besuch 2014 habe ich versucht, so viele wie möglich zu foto­gra­fieren und vorher muss man sie natür­lich erst einmal finden.
Von außen oftmals eher unscheinbar, muss man hier doch mehr­fach hinsehen, um in der Fassade ein Theater zu erkennen.
Ein Fragment eines kaum zu erken­nenden Theaters mit wein­roter bröcke­liger Fassade. Wer erkennt darin ein Theater ?

 

* sh. Foto – Story Vorwort

* sh. Fotos Granada 
* sh. Fotos Avignon


(Foto – Story)

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Foto – Story (Teil 4)

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Aix‐​en‐​Provence

Meine Mutter hat mich bei meinen Reiseaktivitäten (finan­ziell) immer unter­stützt.
Komischerweise bin ich in vielen Städten schon auf Orte gestoßen, die den Namen meiner Mutter trugen (oder einen ähnli­chen).
“Parque de Marian Luisa” in Sevilla, Louisenstraße in Dresden, Hotel Louisa in Positano an der Amalfiküste, Luisenpark in Mannheim.
Als ich nun am Muttertag (!) des Jahres 2015 als Vergleich zu einer meiner Lieblingsstädte Avignon nach Aix‐​en‐​Provence reiste, bummelte ich durch die Gassen der durch die Prunkstraße Cours Mirabeau geteilten Altstadt.
Nun war es sogar Muttertag, und siehe da, stand ich vor einer Boutique mit Damenoberbekleidung – Boutique Mademoiselle Louise.
Tja, dachte ich, das Schicksal (oder der Zufall?) zeigt mir doch immer wieder, was ich meiner Mutter zu verdanken habe…

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Lago Trasimeno – Umbrien

Die Umrundung des Trasimenischen Sees im August 2015 in Mittel‐​Italien brachte bei 30 Grad nicht nur einen persön­liche Rekord in der zweiten Etappe, sondern neben vielen Eindrücken auch qual­mende Socken.
Am Nordufer liegt das soge­nannte Campo de Sole, eine Art Feld‐​Wiese mit obskuren Skulpturen von Künstlern aus den 80er‐​Jahren.
Ideal für einen Stopp, legte ich hier nicht nur die Wanderkarte beiseite, sondern entle­digte mich auch neben den Schuhen, meiner (qual­menden) Socken.
Dann ging es aller­dings nach einer halben Stunde weiter – und zwar mit Socken…

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Perugia – Umbrien

Als ich im Jahre 2014 von Bologna ausge­hend die Adria herunter gewan­dert bin, habe ich eine Nacht im kleinen Adria‐​Städtchen Pesaro Station gemacht.
Pesaro ist die Geburtsstadt Gioachino Rossini, dem italie­ni­schen Komponisten.
Hier besuchte ich auch sein Geburtshaus (Casa Natale Rossini), was heute ein Museum über Rossinis Kunst und Schaffen beher­bergt.
Fast ein Jahr später, weilte ich in Perugia im eher unbe­kannten Umbrien in Mittel‐​Italien.
Ein Plakat zeigte mir, dass Rossinis Geburtshaus gerade neu reno­viert worden war – quasi ein Wink des Schicksals, noch einmal dorthin zu reisen, also sofort auf nach Pesaro

* sh. Foto‐​Story Vorwort


* sh. Fotos
Aix‐​en‐​Provence
* sh. Fotos Lago Trasimeno
* sh. Fotos Perugia


(Story – Foto)

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Foto – Story (Teil 3)

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Montagne Sainte‐​​Victoire Provence

Bevor ich den Hausberg von Aix‐​en‐​Provence (Montagne Sainte‐​​Victoire) östlich von Aix erklomm,  wälzte ich daheim erst einmal einiges an Literatur.
In der Literatur fand sich mehr­fach die Erläuterung  “…gut ausge­schil­derte Wanderwege”
.
Die Ausschilderung war überall deut­lich zu erkennen (sh. Foto), nur von den “Wanderwegen” keine Spur…
Der Aufstieg auf den 1.000 Meter hohen Berg von Norden war trotz guter Temperaturen somit anstren­gend, da ich zum größten Teil durch blankes, stark aufstei­gendes Gelände musste.
Vor allem die letzte Passage von einem Kloster (Le Prieuré) zum Bergkreuz (Croix de Provence) forderte schon leicht berg­stei­ge­ri­sches Können.
Aber von oben sieht das alles anders aus.
Als es dann fast im Dunkeln wieder herunter ging, zeigten sich nicht nur die fehlenden Wege, sondern auch, dass es herunter oft mühe­voller ist, als herauf, trotz gut sicht­barer Markierungen, die natür­lich auch herunter gut zu erkennen waren.

 

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Aix‐​en‐​Provence

Genau wie Avignon die Stadt der Theater ist, so ist Aix‐​en‐​Provence die Stadt der Brunnen. Aix beher­bergt unzäh­lige Brunnen, die beim Bummeln durch die Gassen nicht zu über­sehen sind.
Aix ist die Stadt des Wassers und der Thermen.
Der Prunkmeile Cours Mirabeau wird von drei Brunnen unter­bro­chen –  einzelne der unzäh­ligen Brunnen spru­deln mit warmen Wasser, was bei kalten Temperaturen dampft.
Überall in der Stadt sind kleine und größere Brunnen in viel­fäl­tigen Ausführungen zu finden, die auf die Geschichte der Stadt als wich­tiger Stützpunkt auf der Römerstraße verweisen.

In der heutigen Zeit sind viele eher fürs Auge gedacht, doch einzelne zeigen gute Doppeleffekte und auch prak­ti­sche Nutzung.
Sie sehen nicht nur gut aus, sondern dienen auch bei warmen Temperaturen als Kühlungsort z.B. für Getränke.
Schwer zu erkennen sieht man in dem oben zu sehenden Brunnen zwei Backsteine, die unter der Wasseroberfläche liegen.
Man kann also geschickt eine Flasche oder einen Kübel darauf­stellen, und kann somit das Getränk aix‐​gekühlt genießen.
Eine doppelte Nutzung, die weitere Kosten für die Kühlung der Getränke über­flüssig macht.

 

* sh. Foto‐​Story Vorwort

* sh. Fotos Montagne Sainte‐​Victoire
* sh. Fotos Aix‐​en‐​Provence 

 

(Foto – Story)

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