“Im pulsierenden Herzen des ewigen Neapel”
Es gibt schon Sachen, die sind unvorstellbar und zwar nicht, weil sie so selten vorkommen, halt … bei dem zu besprechenden Objekt schon…aber eher, weil es eine Zeitepoche der Menschheit umspannt, die einem schon unvorstellbar vorkommt.
Um den Leser jetzt nicht zu lang auf die Folter zu spannen, geht es hier um ein Produkt menschlicher Schaffenskraft, was fast 2.000 Jahre auf dem Buckel hat und immer noch, auch in leicht abgewandelter Form, vor unseren Augen steht bzw. liegt (allerdings auf einem Sockel).
NEAPEL hat ja viele Gassen im Centro Storico (Altstadt), nur eine hebt sich heraus, die eigentlich nicht eine Gasse ist, sondern um genau zu sein vier bis fünf.
Aber was ist daran so besonderes ?
Diese Gassen liegen alle hintereinander und gehen ineinander über.
Nur das besondere ist, dass sie quasi die ganze Altstadt Neapels schnurgerade durchschneiden.
Ihr Name ist Spaccanapoli (Neapelspalter), sie beginnt am Piazza Gesù Nuovo und führt Richtung Osten bis über den Rand der Altstadt hinaus.
Als solches eine Ost-West-Achse der Altstadt Neapels.
Wenn man nun die Zeit und die Muse hat, einmal den Vomero-Hügel zum Castel Sant Elmo zu erklimmen und auf der Mauer der sternförmigen Festung steht, dann staunt man nicht schlecht.
Denn von hier oben sieht man, warum das Ding Spaccanapoli heißt – sie zerspaltet quasi diesen Teil der Stadt wie mit einem Küchenmesser durchgeschnitten.
