Foto – Story (Teil 14)

Die Geschichte hinter dem Bild

Venedig – Dorsoduro (2019)

Die südliche Fondamenta Venedigs, die “Zattere” in Dorsoduro kann man schon als die schönste Fondamenta Venedigs bezeichnen.
Sie führt am soge­nannten “harten Rücken” (Dorsoduro) im Westen bis nach Osten auf die Spitze zur Santa Maria della Salute, wo der Canale Grande hinein­fließt und dort auch am brei­testen ist.
Ich sage immer, dass die Zattere die Liebes‐ und Todesmeile ist, gut für Phase 1 einer Liebe und gut für ein Ausscheiden aus dem Leben.
Ich wählte für meinen 5. Aufenthalt in Venedig ein Hotel direkt an der Zattere, dessen Lage man schon als inkom­men­surabel (lat. unüber­treffbar) bezeichnen kann.
Im ruhigen Stadtteil Dorsoduro, nahe der Accademia-Brücke, was gut ist für die Orientierung, in der Nähe eines Fährenanlegepunktes, nahe bei einem der wenigen Supermärkte…und eben an der Liebesmeile (bzw. Todesmeile).
Dieses Hotel hatte im Innenhof einen nachts beleuch­teten Brunnen (sh. Foto), “…nichts beson­deres”, denkt man da als erstes.
Nur der Clou kam dann in später Stunde, als ich mir diesen Innenhof einmal im Dunkeln ansehen wollte.
Ein kleiner Raum war ausge­stattet mit Polstermöbel und Sofas und dieser Raum war nach vorne zum Brunnen hin offen, man saß also nicht unter freiem Himmel, hatte aber einen unge­störten Blick zum beleuch­teten Brunnen.
Jetzt stelle man sich einmal vor, man liegt in diesen Sofas in abend­li­cher Stunde mit dem Blick zum Brunnen mit seiner großen Liebe in Phase 1 (!) – es wäre kaum mit Worten zu beschreiben…danach könnte man sich dann umbringen.
Ich glaube, ich muss doch einmal mit meiner großen Liebe nach Venedig, nur dass es diese nicht gibt, und um sich umzu­bringen, ist es einfach noch ein biss­chen zu früh.


Die Geschichte hinter dem Bild

Tintorettos Werkstadt – Cannaregio (Venedig 2019)

Nachdem “Attentäter” der Richard‐​Wagner-Büste und der Verdi-Büste in Castello im Osten Venedigs bei einer Nacht‐ und Nebel‐​Aktion die Nasen abge­schlagen haben, machte man (?) auch vor Tintorettos Werkstatt im südli­chen Cannaregio keinen Halt.
Dieses Gebäude an einer Fondamenta ist ohne Anmeldung nicht zu besu­chen, ob es sich über­haupt lohnt dieses zu besu­chen, ist eine andere Frage.
Wahrscheinlich als Schmuck hat man an der Fassade des rötli­chen Gebäudes von außen einzelne Figuren in die Fassade inte­griert – diese sehen aus wie turban­tra­gende Weise aus dem Morgenland.
Bei meinem Besuch in Venedig im Jahre 2016 hatte ich ganz in der Nähe mein Hotel und kannte das Gebäude vom Sehen her.
In diesem Jahr (2019) zog es mich bei sommer­li­chen Temperaturen wieder nach Cannaregio, doch diesmal staunte ich nicht schlecht über eine “Nasen‐​Korrektur” (sh. Foto) an der von Attentätern geschän­deten Figur, denn man hatte ihr die Attrappe einer Nase aufge­setzt.
Da kann man ja geteilter Meinung sein, aber wie eine Nase sieht dies eher weniger aus.


Die Geschichte hinter dem Bild

“Dies ist kein Arschloch”

An vielen Stellen fand ich in Venedig in diesem Jahr (2019) ein auffäl­liges kleines “Gemälde”.
Es wirkt schon etwas reli­giös – ein Herr, der in eine Kutte gekleidet ist und leicht abhe­bend in den Lüften schwebt…(?)
Rechts oben eine Art runde Scheibe, wie die Scheibe eines Baumes oder eine Sonne (?).
Ich habe es etwas erstaunt erst einmal foto­gra­fiert.
Daheim habe ich den Spruch, der darunter steht, versucht zu über­setzen, obwohl meine Französisch‐​Kenntnisse eher mager sind, aber als Französisch habe ich es noch defi­nieren können.
Beziehungsweise es ist eine Kombination von Französisch mit Englisch (“Asshole”) und nach meiner Recherche heißt es : “Dies ist kein Arschloch”.
Schwer zu defi­nieren, was der schon fast flie­gende Herr mit diesem Spruch zu tun hat (?).
Wenn man jetzt noch etwas genauer hinsieht, erkennt man rechts unten in gekippter Schrift das deut­sche (!) Wort “Maluntergrund” – hä, was soll das denn bedeuten ?
Gut, nun denn – denn gut ist immer das, was man nicht sofort versteht, aber den Sinn dieses “Gemäldes” habe ich bis heute nicht ganz verstanden…

* sh. Foto‐​Story Vorwort


(Foto – Story)

Impressum

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.