Foto – Story (Teil 13)

Die Geschichte hinter dem Bild

Via Mazzini Verona

Die schon oftmals lasziv aufdring­lich wirkenden Werbung für DUB (Damen‐​Unterbekleidung) und Parfüme auf der Prunkmeile Via Mazzini im ober­ita­lie­ni­schen Verona im Zentrum der Liebe, sticht einem an jeder Ecke gerade zu in die Augen – man würde heute sagen “Eye‐​Catcher”.
Ich foto­gra­fierte im August 2017 dort bestimmt 5 oder 6 dieser aufgei­lenden Werbeplakate und Eier‐​Catcher, quatsch … Eye‐​Catcher.
Doch hier wurden sie abge­nommen (sh. Foto), die Werbewand hat gewiss ein Gewicht, sodass eine Person die Dame gar nicht stemmen kann, um die verfüh­re­risch drein­bli­ckende Person von der Fassade zu nehmen.
Dieses wurde aller­dings aus einem einzigen Grunde ange­gangen, nicht um des Jugendschutzes willen, sondern, um eine weitere neue Dame an dieser Stelle aufzu­hängen und zwar nicht in Rückenlage, sondern stehend.
Wie die aussah, habe ich dann nicht mehr gesehen – ich hatte nicht die Geduld zu warten – es hätte ja auch eine biss­chen komisch ausge­sehen, wenn ich mich mit Kamera posi­tio­niert hätte, um die neue Damen‐​Unterbekleidung foto­gra­fisch fest­zu­halten…



Die Geschichte hinter dem Bild

Franz‐​Liszt‐​Museum Bayreuth

Bei meiner ersten Pilgertour im Jahre 2003, die als Hauptziel das Zentrum der geis­tigen Welt hatte, nämlich Villa Wahnfried in Bayreuth und das Grab Richard Wagners, besuchte ich auch die Villa dessen Schwiegervaters und Gönners Franz Liszt, einem der größten Klavier‐​Virtuosen seiner Zeit, Komponist und Dirigent.
Die herr­schaft­liche Künstlervilla gibt schon viel her und neben einer umfang­rei­chen Sammlung steht dort auch das Klavier Liszt, an dem Wagner und Liszt saßen und spielten.
Nun sagte mir die Dame am Empfang, dass hier sogar Verehrer aus Japan kommen und den Boden küssen würden – ich wollte es nicht über­treiben und bat sie, von mir ein Foto am Klavier stehend zu machen – ich durfte sogar die Hand darauf legen.
Ein Moment, der nicht so oft in diesem Leben wieder­kommen wird – hört sich zwar blöd an, ist aber so, ob man aus Japan kommt oder aus dem Ruhrpott.
So ganz licht­tech­nisch gut ist das Foto mit der alten Minolta‐​Kamera nicht geworden.
Nun zeigte ich ca. 10 Jahre später das Foto voller Begeisterung einer (ehema­lige) Arbeitskollegin und versuchte ihr die Einzigartigkeit dieses Momentes klar zu machen.
Sie schaute mich mit ihren Kugelaugen fragend an…
………es war mir in dem Moment schon etwas pein­lich, aber ich hatte ganz vergessen, dass nicht jeder Franz Liszt kennt.

Die Geschichte hinter dem Bild

Dante‐​Pizza (Verona)

Wenn man in Italien um jemanden nicht herum kommt und zwar in keiner Stadt und an keinem Ort, dann ist dies Dante.
Besser gesagt, Dante Alighieri, der große italie­ni­schen Dichter und Schöpfer des Werkes “Die Göttliche Tragödie”, der damit nicht nur ein epochales Werk schuf, sondern im 13. Jahrhundert (angeb­lich) auch das domi­nie­rende Latein über­wunden haben soll und das soge­nannte Italienisch zur Literatursprache einge­führt haben soll.
Es gibt fast keinen Ort, in dem der Name des Dichters nicht irgendwo verwendet wird – Straßen, Parks, Häuser, Brücken…fast mit unserem Goethe vergleichbar.
In Dantes Geburtsstadt Florenz hatte ich im Jahre 2014 auch sein (angeb­li­ches) Geburtshaus aufge­sucht und u.a. seine Totenmaske bewun­dert.
Im heimat­li­chen Florenz gibt es ja fast keinen Stein und keine Toilette, die nicht entweder nach Michelangelo oder Dante benannt ist.
Denkmäler und Büsten ohne Ende, Skulpturen, Plastiken säumen die Gassen, Wege und Plätze.
Auch in Verona kann man auf dem Piazza dei Signori ein Dante-Denkmal bewun­dern, wo Dante auf einem hohen Sockel mit einer Kutte bekleidet und seiner markanten Kopfbedeckung grübelnd und nach­sin­nend steht.
Fast uner­reichbar für den normalen Besucher der Etsch‐​Stadt.
Als ich nun doch ergriffen im Oktober 2017 und voll Ehrfurcht vor dem großen Genie von dem genannten Platze wech­selte auf den nahe liegenden Piazza delle Erbe, dachte ich…“na, wann läuft er dir wieder über den Weg, der große Dichter (?)” – dieses dauerte dann auch nicht sehr lange (sh. Foto), denn zum Verkauf von italie­ni­schen Pizzas (ob nun auf Lateinisch oder auf Italienisch) ist werbe­wirksam Dante mit seinem sturen Blick auch gut geeignet…man muss halt gute Ideen haben.
Man sollte eigent­lich im werbe­über­flu­teten Deutschland eine Pizza mit dem Namen Goethes auf den Markt bringen, eine Idee, auf die noch keiner gekommen ist…

* sh. Foto‐​Story Vorwort

* sh. Fotos Verona

(Foto – Story)

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