Carnevale di Venezia (2)

                          “Zaubermasken – Maskenzauber”

Es gibt gewisse Tricks, um die jewei­lige Maske ohne störende Touristen zu foto­gra­fieren.

Erst einmal der Trick mit den frühen Morgenstunde (“Morgenstund hat Gold im Mund”).
Hierbei sollte man natür­lich nicht vor großen Hotels warten, sondern einfach spontan durch die Gassen und auch einsam liegende Plätze streifen, um fündig zu werden – denn wer suchet, der findet.

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…schwer zu erkennen und doch gefunden

Wenn die Uhr Richtung Spät-​Nachmittag geht, versam­meln sich die Masken an den Haupt-​Knotenpunkten, nämlich San Marco, Rialto und Arsenale.
Hierbei kann sich ja jeder denken, dass dann ein Fotografieren kaum möglich ist.
Man kann dann nur das Prinzip “von unten gegen den Himmel” anwenden, um die umste­henden Menschen auszu­klam­mern.

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…von unten gegen den Himmel

Denn das Wichtigste bei dieser Art von Fotografie, ist die Folge :

                                     Kulisse  –  Maske  – Pose

Dies bedeutet, dass es das Ziel des Fotografen sein sollte, nicht nur einfach die Maske zu foto­gra­fieren, sondern diese auch in die Kulisse zu inte­grieren, die es ja in Venedig gibt.
Desweiteren sollte die Maske auch in eine gewisse Pose und Gestikulation gehen, das wirkt natür­lich immer besser, als wenn man nur die daste­hende Maske foto­gra­fiert.
Aber dabei stören natür­lich die umste­hende Menschen.

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In Pose

Jetzt kommt der nächste Trick.

Es gibt gewisse Punkte in Venedig, wo man die Masken viel­fach ohne störende Touristen findet, sondern nur mit Fotografen, die diese Punkte kennen.
Dies ist natür­lich wichtig, weil es zum Karneval ja auch viele Profi-​Fotografen zieht.

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Rosa Marmor

Und einer dieser Punkte ist der kleine Platz vor der Kirche Chiesa di San Zaccaria (Campo di San Zaccaria).
Diese Kirche hat einen leicht rötli­chen Marmor, der als Hintergrund für Fotos gut zu verwenden ist.
Dieser Platz liegt leicht versteckt östlich vom Markusplatz in San Marco.

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An der Chiesa di San Zaccaria

Ein weiterer sehr zu empfeh­lender Ort für die Karnevals-​Fotografie, ist im südli­chen Stadtteil Dorsoduro zu finden.

Hier fließt ja der Canale Grande nach Venedig herein und hat dort seine größte Breite.
Um die auf der Spitze liegende Kirche Santa Maria della Salute an der Fondamenta Salute erstreckt sich ein gewisser Platz, den man aber nicht unbe­dingt als Platz (Campo) bezeichnen kann.
Trotzdem ist mir bei meinen Aufenthalten immer wieder aufge­fallen, dass es hier sehr gute Möglichkeiten gibt, die Masken ohne viele Menschen zu foto­gra­fieren.

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Pierrot am flirten

Auch leicht erhöht stehend, können die Masken hier unge­stört in Pose gehen und man kann auch eine gewisse Bilder-​Folge der sich bewe­genden Masken machen.

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…in Bewegung

Generell macht man natür­lich nicht ein Foto von der jewei­ligen Maske, sondern lichtet sie oftmals 10 bis 12 Mal ab, dadurch ist die große Anzahl der Fotos zu erklären.

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Fondamenta Salute (“Eve”)

Es ist oftmals ein rich­tiger Kampf um jedes Foto.
Man merkt schon immer, wenn sich eine inter­es­sant gestal­tete Maske nähert, weil dann scha­ren­weise die Fotografen in diese Richtung strömen.

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Würdevoll

Es ist oftmals sogar inter­es­sant (und auch lustig) einmal Fotos zu machen, von den um die Maske herum liegenden und kämp­fenden Fotografen. Dies habe ich aller­dings bei meinen Aufenthalten vor Ort verpasst.

Die Masken genießen es oftmals richtig, wenn sie im Mittelpunkt des Interesses stehen – ist ja auch richtig so, denn es ist ja schon eine mühe­volle Aufgabe, nicht nur diese Maske zu schnei­dern, sondern auch damit im Gepäck nach Venedig zu reisen, sich im Hotel darin zu kleiden, um durch die Stadt zu streifen, von den damit verbun­denen Kosten ganz zu schweigen.

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Campo di San Zaccaria

Viele Fotografen (beson­ders Profis) ziehen mit gewissen Masken von dannen, um sie in Innenräumen oder Studios vor Ort besser und ruhiger foto­gra­fieren zu können.
Vom Praktischen her gesehen ist es so, dass man in später Abendstunde mit hunderten von Fotos im Hotel tot ins Bett fällt, um am nächsten Morgen wieder in der Frühe loszu­ziehen, um weitere Masken in guter Kulisse (ohne Touristen) zu erwi­schen – also eine ganz schön anstren­gende Arbeit…
Dabei sollte man sich aller­dings keinen Stress machen, dass entschei­denden ist aber immer das Wetter bzw. die Lichtverhältnisse.

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Kerzenhalter

Man fragt sich nun, was die Masken eigent­lich abends machen, wenn es dunkel ist und man selbst erschöpft im Hotelbett liegt…

Zu dem normalen Rahmenprogramm gibt es eine Anzahl von rausch­haften Bällen mit Tanz und Musik in gastro­no­mi­schen Räumlichkeiten und Sälen.
Hierbei sollte man bedenken, dass diese Feiern nur für Masken-​Inhaber sind, und auch Eintrittspreise haben, die für einen normalen Menschen nicht erschwing­lich sind.
Deshalb ist es somit doch besser, wenn man abends erschöpft im Bett liegt, als wenn man Unsummen von Geld für eine Feier ausgibt.

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Händchenhalten

Da ich (bis vor kurzem) analog foto­gra­fierte, ist der Fußboden meines Wohnzimmers, was eine stolze Größe von 22,5 qm hat, immer nach der Entwicklung der Fotos mit hunderten von Fotografien über­säht, die auf die Auswertung warteten.
Aber ohne Fleiß kein Preis…

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Carnevale di Venezia 2016

 

* Besuchen Sie auch Teil 1 .


*
weitere Fotos vom Karneval in Venedig in meiner Bildergalerie Italien.


(HerrRothBesucht - Sonstiges)

 

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