Bologna bei Nacht (Aug. 2011)

                   “Am Tage rot und in der Nacht gold” 

Bei der Lösung von Wohnraumproblemen  ging es ja um drei exem­pla­ri­sche Beispiele, nämlich die Städte NEAPEL, VENEDIG und BOLOGNA.

In jeder dieser Städte gibt es ein abso­lutes Muss…
…man muss sie in der Nacht erlebt haben.

Dies bedeutet, die Atmosphäre der Stadt in nächt­li­cher Stunde zu erleben, wenn die Stadt nicht die ist, die sie am Tag ist – quasi das andere Gesicht der Stadt erkennen…

…und zwar in BOLOGNA.

Bologna ist ja unter anderem bekannt durch seine roten Fassaden (“La citta rossa”), die tags­über in der strah­lenden Sonne so stark reflek­tieren können, dass man oft geblendet ist und gar nicht hinschauen kann, obwohl sie sehens­wert sind.

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Ocker-​Gelb und Karotten-​Rot

Die zinnen­ge­krönten mittel­al­ter­li­chen Palazzos geben einen Hauch des ober­ita­lie­ni­schen Mittelalters wieder, den man in sich aufge­nommen hat, wenn man Bologna verlässt.

Bei Nacht-​Exkursen gibt es in dieser Stadt keine Schwierigkeiten der Orientierung, da sich alles am Piazza Maggiore, dem Herz von Bologna, ausrichtet.

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Palazzo dei Notai – Palazzo Communale (Piazza Maggiore)

Der L-​förmige Platz ist umgeben von geschichts­träch­tigen Gebäuden – dem Palazzo Communale, Palazzo d’Accursio, Palazzo dei Notai, der Basilica di San Petronio, dem Palazzo del Podestà, Palazzo Re Enzo, dem Palazzo dei Banchi und der Biblioteca Salaborsa.

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Palazzo del Podesta

Wenn man bedenkt, dass alle die aufge­zählten “Gebäude” um einen Platz stehen, so kann man erahnen, wie bei lauen nächt­li­chen Temperaturen hier sich “Futter” für die Kamera bietet.

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Palazzo Re Enzo

Nun gibt es aller­dings im “Herzen” noch ein “Herz”, also quasi ein Herz im Herzen, nämlich den Neptunbrunnen (Fontana del Nettuno).

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Fontana del Nettuno

Dieser ist, im Gegensatz zu dem Brunnen in Florenz und Perugia nicht einge­zäunt und ist von allen Seiten anzu­gehen.
Er bildet damit einen Treffpunkt für alle bei Tag und in der Nacht.

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Das Herz im Herz

Die nächt­liche Atmosphäre wird durch das plät­schernde Wasser (es gibt auch eine Trinkwasser-​Möglichkeit!) noch akus­tisch unter­malt.

Der Schatten Neptuns

Auf alten Fotos kann man erkennen, dass früher hier eine Straßenbahn fuhr, die aller­dings vom Platz verscheucht worden ist.

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…aus alten Zeiten

Der Platz ist somit heute voll in der Hand der Menschen, ob es nun Touristen, Einheimische oder Studenten sind.

Der soge­nannte “Bauch von Bologna” sind die Altstadtgassen hinter dem Piazza Maggiore nach Westen hin.
Das Treiben des Handels und die nächt­liche Stimmung in den Gassen (Via Clavature, Via Drapperie, Via degli Orefici) ist nur schwer in Worte zu fassen, deshalb ist es ja auch besser, es in Bildern zu fassen…

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Im Bauch von Bologna

Im Jahre 2011, als die Temperaturen des Nachts nicht unter 30° Grad gingen, musste ich bis tief in die Nacht hinein warten, bis die Gassen im “Bauch” menschen­leer wurden, um gute Fotos zu machen…

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Via Clavature Bologna


…wie man sieht…

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Durchgang zum Piazza Maggiore


…und nochmal sieht…

bologna-18…oder nicht (?)

Ich hatte mir vorge­nommen, bei meinem dritten Besuch in Bologna einmal direkt im “Bauch” Quartier zu finden, einen Wunsch, den ich mir im Jahre 2016 erfüllen konnte.

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Blick in die Via Drapperie

Aber nicht nur die “Szenerie” im Herzen und im Bauch von Bologna bietet diese nächt­liche Stimmung.
Der Piazza Galvani hinter der Basilica di San Petronio, hat auf seiner Mitte das Denkmal von Luigi Galvani, dem Gelehrten und Professor der Medizin.

Piazza Galvani

Desweiteren bieten auch die Hauptstraßen etwas in der Nacht, vor allem an den Wochenenden.
Denn seit dem Jahre 2014 wird die gesamte Altstadt an den Wochenenden von 7:00h in der Frühe bis um 23:00h des Nachts für den Verkehr gesperrt.
Dieses bietet eine gute Möglichkeit auf den sonst stark befah­renen Straßen zu flanieren und auch in Ruhe an den Abendstunden zu foto­gra­fieren.

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Piazza della Mercanzia 2011

Wie man sieht, war dieses Fahrverbot im Jahre 2011 noch nicht ausge­spro­chen.

Desweiteren ist Bologna auch berühmt durch seine Portici (Laubengänge), die des Nachts etwas menschen­leer, wie in Gold zu glänzen scheinen.

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Portici in Gold

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Abschließend sei zu sagen, dass es natür­lich in Bologna immer besser ist, ein Hotel zu suchen, was nahe am Piazza Maggiore liegt.
Da hier alles von der welt­be­rühmten Universität getragen wird, sind die Hotels im ganzen Bereich vom Preis her gleich und im Vergleich mit anderen Städten in Oberitalien relativ günstig.

Quartier für ‘nen Fünfziger

Mein Quartier im Jahre 2011 war genauso teuer, wie ich alt war – also ein Quartier für ‘nen Fünfziger. 

Italienisches kleines Einmaleins :
Einmal Florenz ist gleich dreimal Bologna (1=3).


*Weitere Fotos Bolognas in meiner Bilder-​Galerie Italien

 

(HerrRothInDerNacht)

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3 Gedanken zu „Bologna bei Nacht (Aug. 2011)“

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